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Jubel bei Jannik Sinner: Der erstmalige Viertelfinaleinzug in Wimbledon ist geschafft. © APA/afp / ADRIAN DENNIS

Die große Sinner-Show in Wimbledon

Was für ein Abend für Jannik Sinner! Der 20-Jährige hat am Sonntag auf dem „heiligen Rasen“ von Wimbledon, beim wichtigsten Tennisturnier der Welt, einen der größten Siege seiner bisherigen Karriere bejubelt.

Von:
Alexander Foppa

Jannik Sinner rang das größte Tennistalent überhaupt und die aktuelle Nummer 7 der Weltrangliste, den 19-jährigen Carlos Alcaraz, regelrecht nieder. Der Sextner gewann mit 6:1, 6:4, 6:7, 6:3 und steht in Wimbledon erstmals im Viertelfinale. Das Duell der beiden Youngster lieferte den Zuschauern 3 Stunden und 38 Minuten lang ein richtiges Spektakel.


Sinner erwischte auf dem Center Court einen wahren Traumstart. Mit fabelhaften Aufschlägen und druckvollen Grundlinienbällen ließ er Alcaraz zunächst nie zur Entfaltung kommen. Beim Stand von 1:1 startete der Außenseiter eine Serie von sieben (!) Games in Serie, die ihn zunächst zum Satzgewinn und schließlich auch zu einer 2:0-Führung im zweiten Durchgang verhalf. Zwar gab der Spanier daraufhin lange kein Aufschlagspiel mehr ab, das selbe galt jedoch auch für Sinner. So entschied Letzterer den zweiten Satz mit 6:4 für sich.

Ganz großes (Tennis-)Kino
Ausgerechnet jetzt, als Sinner alles in die Karten zu spielen schien, rappelte sich der Iberer auf, erkämpfte sich Punkt um Punkt und fand so endlich zu seinem Spiel. Jetzt entwickelte sich ein Duell auf Augenhöhe, das die Zuschauer immer wieder mit spektakulären Ballwechseln und technischen Kabinettstückchen von den Stühlen riss. Den Höhepunkt erreichte die Partie im Tiebreak des dritten Satzes, als Sinner zunächst vier Satzbälle seines Gegenübers abwehrte, direkt im Anschluss aber auch zwei Matchbälle vergab. Schlussendlich holte sich Alcaraz mit 10:8 den Zusatzpunkt und zugleich den Satzgewinn.

Carlos Alcaraz kam spät in die Gänge, trumpfte dann aber immer wieder auf. © APA/afp / ADRIAN DENNIS


Im vierten Abschnitt stellte Sinner mit einem Break auf 3:1, wenig später stand es dann 5:2 und es folgten 3 weitere Matchbälle für den 20 Jahre jungen Sextner. Auch diese wehrte Alcaraz allesamt ab. Versuch Nummer sechs folgte aber sogleich im nächsten Game und nun war es soweit: Sinner verwandelte den Matchball zum 6:3 mit einer wuchtigen Vorhand, riss die Hände gen Himmel und verließ den Platz als strahlender Sieger. Ein Husarenstück war vollbracht!

>>> Den kompletten Spielverlauf gibt's hier zum Nachlesen <<<

Es war dies Sinners erster Erfolg überhaupt gegen den Jungstar aus Südostspanien. Dieser hatte in den bisherigen beiden Aufeinandertreffen stets die Oberhand behalten.
Jetzt wartet der Djoker
Mit Alcaraz hat Sinner in Wimbledon eine hohe Hürde überwunden, eine noch viel höhere wartet nun im Viertelfinale. Dort trifft der Südtiroler auf den Weltranglistendritten und die Nummer eins des Turniers, den serbischen Superstar Novak Djokovic, nachdem dieser den krassen Außenseiter Tim van Rijthoven (ATP 104) am späten Sonntagabend in vier Sätzen bezwungen hat. Das Viertelfinalduell steigt am Dienstag. Im bislang einzigen Aufeinandertreffen, im Vorjahr beim Masters 1000 in Montecarlo, setzte sich Djokovic souverän durch.


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