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Djokovic (r.) gab gegen Wawrinka im dritten Satz auf © SID / DOMINICK REUTER

Die Schulter zwickt: US-Open-Titelverteidiger Djokovic ist raus

Titelverteidiger Novak Djokovic ist bei den US Open im Achtelfinale ausgeschieden. Der Wimbledonsieger aus Serbien gab in der Neuauflage des Endspiels von 2016 gegen den Schweizer Ex-Champion Stan Wawrinka beim Stand von 4:6, 5:7, 1:2 auf.

„Ja, es war die linke Schulter“, sagte der Weltranglistenerste zum Grund seiner Aufgabe: „Es ist frustrierend, sehr frustrierend.“ Schon nach seinem Sieg gegen den Argentinier Juan Ignacio Londero am Mittwoch hatte der 16-malige Grand-Slam-Sieger über Schmerzen in der Schulter geklagt. Diese seien bereits „seit Wochen“ da gewesen, erzählte Djokovic nun.

„So will man ein Spiel nie beenden“, sagte Wawrinka: „Es tut mir leid für Novak.“ Schon im Endspiel vor drei Jahren hatte er gegen Djokovic gewonnen und seinen dritten Grand-Slam-Titel geholt. Im Viertelfinale trifft er auf den Russen Daniil Medwedew, der den deutschen Qualifikanten Dominik Koepfer im Achtelfinale bezwungen hatte.

Pfiffe für Djokovic, Kritik von Wawrinka
Djokovic hatte den Court im Arthur-Ashe-Stadium unter Pfiffen der Zuschauer sofort nach seiner Aufgabe verlassen. „Es tut mir leid für das Publikum“, sagte der 32-Jährige. Bereits während des Spiels war er vom Physiotherapeuten an seiner linken Schulter behandelt worden.

Wawrinka kritisierte das Verhalten der pfeifenden und buhenden Fans bei Djokovics Abgang. „Es ist überraschend, wenn du gegen die Nummer eins spielst und die Buhrufe der Zuschauer hörst, wenn sie aufgibt“, sagte der 34-Jährige, der lange mit Knieproblemen zu kämpfen hatte, und fühlte mit seinem Gegner: „Er ist ein großer Champion. Und wenn er aufgeben muss, ist es nicht das Beste, den Court so verlassen zu müssen.“

Bei den vorangegangenen fünf Grand-Slam-Turnieren hatte Djokovic vier Titel gewonnen, zuletzt im Juli im epischen Wimbledon-Finale gegen Roger Federer. Letztmals war Djokovic auf Major-Ebene bei den Australian Open 2018 in der Runde der besten 16 gescheitert, damals musste er sich dem Südkoreaner Hyeon Chung geschlagen geben.

Autor: sid

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