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Jannik Sinner steht im Finale. © APA / MATTHEW STOCKMAN

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Jannik Sinner steht im Finale. © APA / MATTHEW STOCKMAN

Die Sinner-Übermacht lässt auch Zverev alt aussehen

Ohne Satzverlust ist Jannik Sinner ins Finale des Masters-1000-Turniers von Indian Wells gerauscht. Dank einer meisterlichen Vorstellung zwang der Sextner am Samstagabend Alexander Zverev beinahe mühelos in die Knie.

Insgesamt finden auf der Tennis-Tour neun große Turniere auf Hartplatz statt. Acht davon hat Jannik Sinner schon für sich entschieden. Die einzige Trophäe, die dem Südtiroler noch abgeht, ist jene des Masters-1000-Turniers von Indian Wells. Am Sonntag könnte der 24-Jährige hinter diesem großen Ziel einen Haken machen. Denn dank eines klaren 6:2, 6:4-Erfolgs gegen Alexander Zverev ist der Schützling von Darren Cahill und Simone Vagnozzi ins Endspiel eingezogen. Es war der sechste Erfolg in Serie gegen den Deutschen.


Auf wen der Südtiroler am Sonntag in seinem ersten Finale im Jahr 2026 trifft, ist noch unklar. Im anderen Halbfinale stehen sich der in dieser Saison noch ungeschlagene Carlos Alcaraz und Daniil Medvedev gegenüber.

Zverev von der Rolle

Die Fans im Stadium 1 sahen einen eigenartigen Spielbeginn, da es in den ersten vier Aufschlagsspielen so gut wie keine Ballwechsel gab. Nach dem ersten Abtasten las Sinner den Service seines Gegenübers aber immer besser. Dadurch häuften sich die Rallies, die fast ausnahmslos von Sinner gewonnen wurden. Grund dafür war das extrem fehleranfällige Spiel des Deutschen. Immer dann, wenn Zverev Druck entfachen wollte, flog sein Ball ins Aus – teils meterweit. Der Südtiroler musste gar nicht sein bestes Tennis zeigen, um sich das erste Break des Matches zu schnappen.

Jene Fans, die anschließend auf eine Reaktion des Hamburgers warteten, wurden schwer enttäuscht. Zverev fand auch in der Folge nicht in den Rhythmus, verlor ein zweites Aufschlagsspiel und gab den ersten Durchgang mit 2:6 ab. In diesem produzierte der Weltranglistenvierte zehn unerzwungene Fehler, sein Gegenüber aus Südtirol nur zwei.

Das Bild änderte sich auch zum Start des zweiten Satzes nicht. Sinner blieb der deutlich solidere, aktivere und bessere Spieler. Ein weiteres Break verhinderte Zverev nur dank seines wuchtigen Aufschlags, der ihm bei drei Breakbällen aus der Patsche half. Das Überstehen dieser heiklen Phase hauchte dem Deutschen neues Selbstvertrauen ein. Langsam, aber sicher steigerte er sein Niveau und senkte die Fehleranzahl. Eine Breakchance beim Stand von 3:2 aus seiner Sicht war die Folge, doch mit einem Ass blieb Sinner eiskalt.

Sinner bleibt cool

Ganz anders präsentierte sich sein Gegner, der der verpassten Chance offensichtlich nachtrauerte. Unter anderem führten zwei billige Fehler auf seiner an sich stärkeren Schlagseite, der Rückhand, zum Sinner-Break zum 3:4. Obwohl die Aufschlagsquote an diesem warmen Nachmittag in der kalifornischen Wüste geringer als erwünscht war, ließ sich Sinner in der Folge den Sieg nicht mehr nehmen. Zwei Asse im abschließenden Game führten nach 1.23 Stunden zum ungefährdeten Sieg.

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