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Wird von Srdjan Djokovic heftig kritisiert: Grigor Dimitrov. © APA/afp / ANDREJ ISAKOVIC

Djokovic-Clan wehrt sich: „Dimitrov ist der Schuldige“

Fragwürdige Statements darf man von ihm jederzeit erwarten, diesem Ruf ist Srdjan Djokovic, Vater des Weltranglistenersten Novak Djokovic, wieder mal gerecht geworden.

„Grigor Dimitrov ist der Schuldige“, polterte er in einem TV-Interview: „Er hat den Beziehungen zwischen Serbien und Kroatien extrem geschadet.“

Srdjan Djokovic beschuldigt Grigor Dimitrov. © pixathlon/SID

Der bulgarische Tennisprofi Dimitrov hatte als erster seine Infektion mit dem Coronavirus nach der Teilnahme an der von Novak Djokovic veranstalteten Adria-Tour bekannt gegeben. Ihm folgten der Kroate Borna Coric, der Serbe Viktor Troicki und am Dienstag dann auch Djokovic.
„Dimitrov hat unserem Land und unserer Familie großen Schaden zugefügt“
Srdjan Djokovic

Dimitrov sei aber gar nicht auf der zweiten Tour-Station Zadar, sondern „schon vorher woanders getestet worden", behauptete Djokovic senior: „Er wurde krank, er weiß auch, wo, und jetzt hat er unserem Land und unserer Familie großen Schaden zugefügt.“ Sein Sohn fühle sich in der aktuellen Situation „gar nicht gut, niemand fühlt sich gut, aber wir werden gestärkt daraus hervorgehen“.

Srdjan Djokovic sorgte bereits in der Vergangenheit des öfteren für Aufsehen. Erst am vergangenen Wochenende war er verbal auf sein altes Feindbild Roger Federer losgegangen (SportNews berichtete).
Auch Trainer Ivanisevic verteidigt Djokovic
Novak Djokovics Trainer, Goran Ivanisevic, stellte sich ebenfalls vor seinen Schützling. Es sei unklar, ob sich Dimitrov bei der Serie infiziert habe, sagte der einstige Wimbledonsieger Ivanisevic der New York Times.

Dimitrov sei aus Los Angeles nach Serbien gereist und von dort nach Bulgarien, ehe er zur Station im kroatischen Zadar am vergangenen Wochenende kam. Nach Absprache mit den örtlichen Gesundheitsbehörden habe es zunächst keine Notwendigkeit gegeben, asymptotische Spieler zu testen.

Goran Ivanisevic (rechts) verteidigt seinen Schützling. © instagram

„Er erschien am Mittwoch und hatte Probleme mit dem Ellbogen“, sagte Ivanisevic. Das erste Mal habe sich Dimitrov am Freitag über generelles Unwohlsein beklagt. Das erste Match gegen den später ebenfalls positiv getesteten Kroaten Borna Coric habe er dann am Samstag bestritten, bevor er noch am gleichen Tag sein zweites Spiel absagte und nach Monaco zurückkehrte, berichtete Ivanisevic weiter.

Autor: dl/sid/dpa

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