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Novak Djokovic fühlt sich nicht genug gehört. © ANSA / CHRISTOPHE PETIT TESSON

Djokovic fordert mehr Mitspracherecht für Profis

„Viele Stimmen der Spieler werden nicht genug gehört“, findet Novak Djokovic. Das Problem sei, dass seine Gewerkschaft PTPA von anderen Organisationen noch nicht offiziell akzeptiert ist.

Der Weltranglisten-Erste Novak Djokovic hat mehr Mitspracherecht für die Tennisprofis in wichtigen Fragen wie der Punktevergabe beim Turnier in Wimbledon gefordert. „Wenn es um solch große Entscheidungen geht, werden viele Stimmen der Spieler nicht genug gehört“, sagte Djokovic bei den French Open in Paris. Auch deshalb habe er 2020 vor den US Open die Spielergewerkschaft PTPA (Professional Tennis Players Association) zusammen mit dem kanadischen Tennis-Profi Vasek Pospisil gegründet.


Das Problem sei, dass die PTPA innerhalb der Szene von den anderen Organisationen noch nicht offiziell akzeptiert wird. „Wir sitzen nicht am Verhandlungstisch, wo wir sein sollten, weil wir bisher von den Grand-Slam-Turnieren und auch von keinem anderen anerkannt werden“, klagte Djokovic. Stattdessen seien die Players Council innerhalb der beiden Organisationen ATP (Männer) und WTA (Frauen) die Ansprechpartner, die durch ihre Struktur innerhalb von ATP und WTA die Interessen der Spielerinnen und Spieler aber nicht zu 100 Prozent vertreten würden.

Die Frage nach der Vergabe von Ranglistenpunkten beim Rasen-Klassiker in Wimbledon (27. Juni bis 10 Juli) beschäftigt derzeit die Tenniswelt. ATP und WTA hatten am vergangenen Freitag entschieden, in Wimbledon in diesem Jahr keine Weltranglistenpunkte zu vergeben. Grund dafür ist der Ausschluss von Profis aus Russland und Belarus wegen des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine. Daraufhin hatten einige Profis angedeutet, eventuell in diesem Jahr auf Wimbledon verzichten zu wollen.

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