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Novak Djokovic gestikuliert wild. © APA/afp / PEDRO PARDO

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Novak Djokovic gestikuliert wild. © APA/afp / PEDRO PARDO

Djokovic zofft sich mit Zverev – und wirft ihn raus

Was für ein Ausrufezeichen von Novak Djokovic! Der serbische Alt-Star hat am Sonntag in Peking Alexander Zverev besiegt. Im Viertelfinale gingen bei einer Szene die Wogen hoch.

Thomas Debelyak

Von:
Thomas Debelyak

39 Jahre ist Novak Djokovic mittlerweile alt. Und dennoch kann der 24-fache Grand-Slam-Sieger immer noch für die große Show sorgen. So wie nun in Peking: Im Viertelfinale des ATP-500-Turniers warf der „Djoker“ keinen Geringeren als Alexander Zverev, die Nummer 2 der Welt, raus. 4:6, 6:4, 6:4 hieß es am Ende aus Sicht von Djokovic.


„Für diese Momente spiele ich immer noch, die Motivation ist groß, wenn man sich gut fühlt und gegen die Besten gewinnen kann“, sagte Djokovic im ATP-Interview. „Es war schwierig dieses Jahr, aber ich bin immer noch da und lasse die Jungen für ihr Geld arbeiten.“

Punkt wiederholt? Djokovic ist wütend

Im Match zwischen den beiden Tennis-Giganten gingen bei einer Szene die Wogen hoch. Zu Beginn des zweiten Satzes schlug Zverev einen Ball ins Aus, protestierte dann jedoch beim Schiedsrichter, dass er von einer aufflackernden Werbebande gestört wurde. Der Referee gab dem Hamburger recht und ließ den Punkt wiederholen. Das schmeckte Djokovic gar nicht.

Alexander Zverev ist raus. © APA/afp / PEDRO PARDO

Alexander Zverev ist raus. © APA/afp / PEDRO PARDO


„Er hat serviert, ich habe einen Schlag gespielt, er hat einen weiteren gespielt und erst dann fordert er heraus. Ist das in Ordnung? Wenn ihn das Display gestört hat, hätte er direkt nach dem Aufschlag stoppen müssen, nicht weitermachen. Du hast die Vorhand verfehlt und erst dann reklamiert“, so Djokovic.



Zverev entgegnete: „Ich wusste nicht, ob ich deswegen eine Überprüfung verlangen kann, deswegen bin ich gekommen und habe den Schiedsrichter gefragt.“ Und Djokovic: „Das muss eine der dämlichsten Regeländerungen sein, die ich in meinem Leben gehört habe. Es ergibt überhaupt keinen Sinn. Wenn ein Spieler gestört wird, muss er sofort stoppen. Sonst könnten wir einen Ballwechsel von 30 Schlägen spielen, den Punkt verlieren und dann sagen: 'Na gut, jetzt fordere ich heraus.'“

Am Ende haben sich die beiden aber doch wieder vertragen, und so gratulierte Zverev dem „Djoker“ auch fair zu dessen Einzug ins Halbfinale. Dort wartet nun der Russe Daniil Medvedev. In diesem Jahr hat Djokovic noch keinen Turniersieg erringen können.

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