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Giovanni Malagó will Djokovic nicht in Rom dabei haben. © ANSA / ETTORE FERRARI / FRR

„Einfach nur falsch“: Djokovic ist in Italien nicht erwünscht

Im Mai steigt das Masters-1000-Turnier in Rom. Dort will auch Novak Djokovic ins Geschehen eingreifen. Giovanni Malagó erteilte dem Serben nun aber eine Abfuhr.

Aus juristischer Sicht wäre gegen eine Teilnahme von Djokovic nichts einzuwenden. Nichtsdestotrotz eröffnet sich für den Präsidenten des Nationalen Olympischen Komitees Italiens (CONI) ein moralisches Dilemma. „Die Botschaft wäre einfach nur falsch. Täglich erhalte ich Nachrichten von Müttern und Vätern, die darüber klagen, dass ihre Kinder aufgrund der Regeln keinen Sport betreiben dürfen“, erklärte Malagó.


Der Auftritt von Djokovic, der bereits bei den Australian Open für ein regelrechtes Drama sorgte, würde nur für Unverständnis innerhalb der Bevölkerung sorgen. „Er darf nicht spielen“, lautete sein Fazit. Adriano Panatta, einstiger French Open-Sieger, forderte ebenso einen Ausschluss des Serben. „Da wird eine falsche Botschaft vermittelt. Ich finde seine Anwesenheit inakzeptabel.“

Meinungen gehen auseinander
Eine andere Position vertritt hingegen Valentina Vezzali. Die Staatssekretärin verteidigte einen möglichen Antritt von Djokovic. Die aktuellen Regeln würden seine Einreise erlauben, seiner sportlichen Tätigkeit könne er ebenso durch einen negativen Corona-Test nachgehen.

Wieder einmal im Rampenlicht: Novak Djokovic. © ANSA / ALI HAIDER

Schwieriger gestaltet sich der Sachverhalt aber bei der Unterkunft, die der Weltranglisten-Erste während des Sandplatz-Turniers beziehen würde. Um Hotels und Restaurants betreten zu dürfen, bedarf es in Italien nämlich eines Impf- oder Genesenennachweises. Und darüber verfügt der Serbe bekanntlich nicht. „Es ist nicht selbstverständlich, dass man sich in einem Camper duscht, schläft und isst“, führte Malagó weiter aus.

Momentan befindet sich Djokovic beim ATP-500-Turnier in Dubai. Im Vorfeld seines dortigen Auftritts stellte er sogar eine mögliche Impfung in Aussicht, um sich in Zukunft derartige Schwierigkeiten zu ersparen. „Sag niemals nie. Ich schließe es nicht aus“, erklärte er. Damit könnte die Diskussion um seine Teilnahme in Rom jedenfalls schnell beendet sein. Ob es dazu letztlich auch kommt, bleibt hingegen abzuwarten.

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