T Tennis

Jannik Sinner scheiterte an Stefanos Tsitsipas. © ANSA / DEAN LEWINS

Endstation Viertelfinale: Tsitsipas eine Nummer zu groß

Jannik Sinner ist bei den Australian Open an der Hürde Stefanos Tsitsipas gescheitert. Der Grieche war an diesem Tag einfach eine Nummer zu groß.

Von:
David Lechthaler

Jannik Sinner und Stefanos Tsitsipas trafen am Mittwochmorgen (MEZ) in Melbourne zum vierten Mal in ihrer Karriere aufeinander. Auch wenn der 23-jährige Grieche als leichter Favorit ins Match ging, traute man Sinner im Vorfeld durchaus seinen zweiten Sieg gegen Tsitsipas zu. Dies auch deshalb, weil Sinner sich bis dato in Australien in Bestform zeigte und Tsitsipas von einem hart erkämpften Fünf-Satz-Sieg gegen Taylor Fritz kam. Am Ende kam es jedoch anders: Die Nummer 4 der Weltrangliste besiegte Sinner klar in drei Sätzen mit 6:3, 6:4 und 6:2.


Tsitsipas nahm Sinner sofort den Wind aus den Segeln. Dem Griechen gelang gleich beim ersten Aufschlagspiel von Sinner ein Break. Während der Südtiroler zu Beginn vor allem mit seinem ersten Aufschlag zu kämpfen hatte, zeigte der Grieche von Anfang an sein bestes Tennis und war an diesem Tag in allen Belangen überlegen.

Tsitsipas überragend
Nachdem Tsitsipas zu Beginn des zweiten Durchgangs Sinner wieder den Aufschlag abnahm, wurde das Match beim Stand von 2:1 unterbrochen. Grund war der Regen in Melbourne. Doch nach einer 17-minütigen Pause wurde das Dach in der Rod Laver Arena geschlossen und das Match fortgeführt. Aus Südtiroler Sicht hoffte man, dass der Fluss von Tsitsipas durch die Unterbrechung gebrochen werden konnte.

Stefanos Tsitsipas spielte Weltklasse und ließ Sinner keine Chance. © ANSA / DAVE HUNT


Doch es kam anders: Der ATP-Finals-Sieger von 2019 machte da weiter, wo er zuvor aufgehört hatte. Sinner kam mit der Spielweise von Tsitsipas, der seine Weltklasse zeigte, überhaupt nicht zurecht. So hatte der 20-jährige Südtiroler auch im zweiten Durchgang keinen einzigen Breakball.
Sinner gibt nicht auf, doch Tsitsipas spielte sich in einen Rausch
Auch im dritten Satz konnte Sinner, der keinen Frust zeigte, nicht mehr zurückschlagen. Tsitsipas spielte sich in einen Rausch und nahm Sinner in diesem Durchgang sogar zweimal das Aufschlagspiel ab. Spätestens nach diesem Zeitpunkt war das Match entschieden. Am Ende verwandelte der 23-Jährige nach knapp 2 Stunden Spielzeit seinen ersten Matchball. Sinner hat alles versucht, doch Tsitsipas hatte immer die passende Antwort parat und schlug in diesem Match auch wesentlich mehr Winner.

Handshake: Sinner gab sich als fairer Verlierer. © ANSA / DEAN LEWINS


Auch wenn Sinner am Mittwoch in Melbourne gegen Tsistipas nahezu chancenlos war, gibt es keinen Grund Trübsal zu blasen. Der Sextner hat mit 20 Jahren bereits zwei Mal ein Grand-Slam-Viertelfinale erreicht. Wenn seine Entwicklung so weitergeht, ist das erste Halbfinale nur eine Frage der Zeit. Der Pusterer wird aus der Niederlage gegen Tsistipas sicherlich seine Lehren ziehen. Der Grieche trifft jetzt in der Runde der letzten 4 auf Daniil Medvedev (ATP 2) oder Felix Auger-Aliassime (ATP 9).

Empfehlungen

Kommentare (0)

Bestätigen Sie den Aktivierungslink in unserer E-Mail, um Ihr Konto zu verifizieren und Kommentare zu schreiben.
Aktivierungslink erneut senden
Vervollständigen Sie Ihre Daten: Die Eingabe von Adresse, Ort, PLZ & Telefon ist verpflichtend, um einen Kommentar absenden zu können.
Profil bearbeiten

Sie müssen sich anmelden, um die Kommentarfunktion zu nutzen.

© 2022 First Avenue GmbH