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Jannik Sinner ist eine Runde weiter. © Sofia Open

Erfolgreicher Sinner-Auftakt in Sofia

Ganz nach dem Motto „ein gutes Pferd springt nicht höher, als es muss“, hat Jannik Sinner am Donnerstag beim ATP-250-Turnier in Sofia die erste Hürde genommen.

Da in der nächsten Woche das Masters-Turnier von Indian Wells, das ursprünglich im März stattfinden sollte, nachgeholt wird, bestreiten viele Top-Spieler als Vorbereitung das ATP-250-Turnier in San Diego. Jannik Sinner hingegen schlägt in dieser Woche beim Turnier in Bulgarien auf – vor allem, weil er an gleicher Ort und Stelle seinen ersten Titel gewann. Am Donnerstag machte er den ersten Schritt Richtung Titelverteidigung und bezwang Egor Gerasimov mit 6:2 und 7:6.


Der Weltranglisten-115. aus Belarus erwies sich in der menschenleeren Armeets Arena, die eigentlich über 12 000 Fans Platz bietet, zum zweiten Mal in dieser Saison als angenehmer Gegner: Schon beim ATP-500-Turnier in Barcelona hatte der Sextner den aufschlagstarken Rechtshänder mit 6:3 und 6:2 abgefertigt. Zwar leistete Gerasimov an diesem Tag etwas mehr Gegenwehr, der Spielausgang stand jedoch zu keinem Zeitpunkt in Frage.

Bärenstarker Beginn
Sinner überzeugte vor allem durch seine Nervenstärke, wehrte er doch im ersten Satz alle fünf Breakbälle ab. Andererseits nutzte Sinner die beiden Chancen, die er von Gerasimov bekam, eiskalt aus. Das führte zum klaren 6:2-Satzgewinn. Was auffiel: Eine leicht veränderte Aufschlagbewegung, durch die der 20-Jährige ein deutlich höheres Tempo generierte. Und so machte er, wenn er seinen ersten Aufschlag wunschgemäß ins Ziel setzte, fast immer den Punkt. In den Ballwechseln lief dagegen noch nicht alles rund, obwohl Sinner mit spektakulären Schlägen – wie zum ersten Satzgewinn – zu glänzen wusste.

Hatte der Südtiroler im ersten Durchgang das Break gleich im ersten Anlauf geschafft, so musste er im zweiten Satz viel härter dafür arbeiten: Denn erst als Gerasimov für den Satz aufschlug, nahm Sinner seinem Kontrahenten den Aufschlag ab. Der Sextner schaltete nun einen Gang hoch, ging mit 6:5 in Führung – und erspielte sich kurz darauf zwei Matchbälle. Der Youngster vergab aber beide, den zweiten durch eine vermeintlich einfache Vorhand. Davon unbeeindruckt trumpfte der Weltranglisten-14. im Tiebreak groß auf und gewann diesen mit 7:3.
Jetzt gegen Duckworth
Im Viertelfinale am Freitag (17.00 Uhr) wartet nun das Duell gegen den formstarken James Duckworth, der in der letzten Woche noch das Finale beim 250-Turnier in Nur-Sultan bestritten und Sinner beim Masters-1000-Turnier in Toronto in diesem Jahr besiegt hat.

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