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John Isner adelt Jannik Sinner. © APA/getty / Vaughn Ridley

„Erwarte, dass Sinner ganz große Turniere gewinnt“

Jannik Sinner hat am Mittwoch beim Masters-1000-Turnier in Cincinnati das Zweitrunden-Match gegen John Isner knapp verloren, bei seinem Gegner aber einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

Zweiter Satz, Tiebreak: Sinner kann auf 5:2 davonziehen, verzieht aber am Netz einen für seine Verhältnisse einfachen Ball. Es ist die Wende in einer Partie, die in wenigen Momenten entschieden wurde – und in der der Südtiroler trotz der bitteren Dreisatzniederlage eine gute Leistung zeigte. Nach dem Match lobte Isner seinen Gegenüber in höchsten Tönen und sagte ihm eine große Zukunft voraus.


„Das ist eine gute Frage“, meinte Isner auf der Pressekonferenz, als er zu Sinner und dessen Zukunft befragt wurde: „Ich habe meinem Coach gerade gesagt, dass er alles hat. Alle Eigenschaften, um im Tennis großartige Dinge zu vollbringen.“ Der US-Amerikaner zeigte sich vor allem von Sinners Mentalität beeindruckt. „Er hat einen super Kopf auf seinen Schultern. Er ist eiskalt da draußen, bleibt das ganze Match über bei sich und wird nicht zu emotional. Für einen, der gerade 20 Jahre alt geworden ist, ist das ziemlich speziell“, gab der 36-Jährige zu Protokoll.

„Er hat sein Maximum noch nicht mal annähernd erreicht.“ John Isner

Und zu Sinners unausgeschöpftem Potential hat der 2.08-Meter-Hüne auch eine klare Meinung. „Er hat sein Maximum noch nicht mal annähernd erreicht“, betont Isner. Er erwarte, dass der Südtiroler in Zukunft „sehr, sehr große Turniere“ gewinnen werde. „Ich weiß, dass er das hört und dass ein großer Druck auf ihn lastet, aber er erscheint mir als einer, der mit diesem Druck gut umgehen kann.“ Sinner sei einer der Stars, der den Tennissport über viele Jahre hinweg tragen werde.

Worte, die zeigen, welch großes Ansehen Sinner schon jetzt genießt – und was die Tennis-Szene dem jungen Sextner in Zukunft zutraut.

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