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Tennis-Superstar Jannik Sinner bei der Pressekonferenz in Paris. © ANSA / YOAN VALAT

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Tennis-Superstar Jannik Sinner bei der Pressekonferenz in Paris. © ANSA / YOAN VALAT

„Es geht um Respekt“: Sinner mit klaren Worten

Die French Open haben noch gar nicht begonnen, da brodelt es in Paris schon. Nun hat sich Jannik Sinner zum heißesten Thema von Roland Garros geäußert.

Es ist Jahr für Jahr dasselbe Ritual: Bevor die French Open beginnen, stellen sich die Superstars der Tennis-Szene den Medien. In Presserunden und TV-Interviews werden die spannendsten Fragen zum anstehenden Großereignis beantwortet. Doch heuer war dieser Media Day anders. Weil sich die Tennis-Elite gegen die Grand-Slam-Veranstalter auflehnt, beschränkten sich die Stars am Freitag auf eine Redezeit von 15 Minuten – danach war Schluss. Auch Jannik Sinner schloss sich diesem Boykott an.


Worum geht es? Die Tennis-Stars sind unzufrieden mit den Preisgeldern bei den Grand Slams. Bei jenen Turnieren fließen rund 15 Prozent der Gesamteinnahmen an die Spieler und Spielerinnen, während es etwa bei den Masters-Turnieren – die eine Klasse unter den Grand Slams stehen – 22 Prozent sind. In einem offenen Brief hatten Sinner, Aryna Sabalenka & Co. letztens ihren Unmut zum Ausdruck gebracht – und nun Taten folgen lassen.

Jannik Sinner hatte klare Worte parat. © ANSA / YOAN VALAT

Jannik Sinner hatte klare Worte parat. © ANSA / YOAN VALAT


„Es ist nichts gegen Journalisten, nichts gegen euch. Im Gegenteil: Wir sind froh, immer mit euch unsere Eindrücke teilen zu können. Hier geht es aber um Respekt“, sagte Jannik Sinner auf der Pressekonferenz. Der Sextner Superstar führt aus: „Wenn wir mehr als ein Jahr auf nur eine kleine Antwort warten müssen, ist das nicht schön.“ Heißt: Die Tennis-Stars haben ihren Unmut schon vor langer Zeit kundgetan, geändert hat sich aus ihrer Sicht jedoch nichts.

Die Stars halten zusammen

„Wir Spieler und Spielerinnen halten zusammen, und das ist, was zählt. Gleichzeitig höre ich immer nur vom Preisgeld sprechen, aber wir sprechen auch über die Rente, und das ist ein sehr wichtiges Thema, denn nach der Tenniskarriere hoffen wir ebenfalls, Geld aus der Altersvorsorge zu erhalten. Wir werden sehen, wie sich das entwickelt. Und wir werden auch sehen, wie die anderen Grand-Slam-Turniere darauf reagieren werden“, so Sinner.

Der Sextner Superstar, der in Roland Garros seinen ersten French-Open-Titel jagt, sagte zum Abschluss: „Es geht darum, uns in eine Position zu bringen, in der auch wir mitentscheiden können, und ich denke, das ist richtig so.“ Nicht ausgeschlossen also, dass es künftig weitere Boykotts der Tennis-Stars gibt.

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