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Federico Gaio (Alle Fotos: Nikolaus von Guggenberg) Francisco Bahamonde Volle Zuschauerränge in Rungg Bahamonde gratuliert Gaio zum Turniersieg

Federico Gaio gewinnt Sparkassen Trophy in Rungg

Der 23-jährige Italiener Federico Gaio (ATP 297) hat sich ohne Satzverlust den Sieg bei der hervorragend besetzten Sparkassen Trophy im Tennisclub Rungg in Girlan geholt. Im Finale besiegte er den erst 18-jährigen Italo-Argentinier Francisco Bahamonde (ATP 663) mit 6:4, 6:3 und wird sich mit den 35 in Rungg geholten ATP-Punkten in der Weltrangliste um Rang 240 vorarbeiten. Überraschungsmann Bahamonde verbessert sich hingegen von Rang 663 auf den 520. Platz. Gestern Abend hatten die Österreicher Maximilian Neuchrist und Tristan-Samuel Weissborn das Doppelfinale gegen die Brasilianer Wilson Leite und Bruno Sant'Anna gewonnen.

Interessantes Detail am Rande: Gaio hatte sich erst im allerletzten Moment entschieden, das Turnier in Rungg zu spielen anstatt das höherklassige Challenger in Prag. Also fragte er bei Turnierdirektor Dietmar Pfeifer um eine Wild Card an. Jetzt ist er der Sieger der Sparkassen Trophy. Gaio ging heute als großer Favorit ins Finale. Auf der einen Seite er, der an Nummer fünf gesetzte Mitfavorit, auf der anderen Seite der talentierte Bahamonde, der in Rungg nur dank einer Wild Card des italienischen Tennisverbandes ins Hauptfeld rutschte und zur großen Überraschung der Turnierwoche avancierte.


Zwei Wild Card im Finale

Vor randvollen Zuschauerrängen war den beiden Finalisten die Nervosität anzumerken. Bei 3:3 und 15:40 fand Gaio die ersten Breakbälle vor, konnte sie aber nicht nutzen. Bahamonde hielt gegen den Favoriten gut dagegen und hatte bei 4:5 und 40:30 den Ausgleich auf dem Schläger. Aber Bahamonde verschlug eine einfache Vorhand, setzte dann einen leichten Rückhandvolley neben die Seitenlinie, und plötzlich hatte Gaio Break- und gleichzeitig Satzball. Er nutzte ihn eiskalt zum 6:4 aus.

Wer geglaubt hatte, Gaio würde nun durchmarschieren, hatte sich getäuscht. Bahamonde schaffte sofort das Break zum 1:0, aber Gaio schlug mit dem Rebreak zurück. Dann zog Gaio mit einem weiteren Break auf 4:1 davon. Das Break ließ sich Gaio nicht mehr aus der Hand nehmen, auch wenn sich Bahamonde bei 5:3 und 30:0 für Gaio noch einmal aufbäumte und bei 30:40 einen Breakball vorfand. Gaio wehrte ihn ab und verwandelte nach anderthalb Stunden den ersten Matchball zum 6:3.


Starke Besetzung: 60 Athleten aus 15 Nationen

Damit geht eine Sparkassen Trophy zu Ende, die zweifelsohne eine der am stärksten besetzten der Turniergeschichte war. Auch heuer hat die Sparkassen Trophy bestätigt, mit ihrer achttägigen Dauer ein absoluter Höhepunkt im Südtiroler Sportsommer zu sein – und eines der besten Turniere seiner Kategorie weltweit! Acht Tage lang zeigten 60 Athleten aus 15 Nationen bei hochsommerlichen Temperaturen absolutes Weltklassetennis – und das bei freiem Eintritt. Mehrere Daviscup-Spieler, zahlreiche vielversprechende Talente und Profis, die heuer bereits Top-100-Spieler besiegt haben, boten dem Publikum spektakuläre Ballwechsel und enge Matches. „Wir dürfen mit dem gebotenen Niveau und auch mit dem Zuschauerzuspruch zufrieden sein. Das Publikum hat trotz des heißen Sommerwetters unser Angebot gut angenommen", zieht OK-Chef Christian Pfeifer eine positive Bilanz.



Alle bisherigen Endspiele in Rungg 1998-2015
(In Klammern die damalige Platzierung in der ATP-Weltrangliste)

1998 Uros Vico (971) - Matteo Colla (473) 7:6 6:1
1999 Filippo Volandri (430) - Maxime Boye (470) 6:2 7:5
2000 Filippo Messori (517) - Alessio Di Mauro (379) 6:4 6:1
2001 Benedikt Dorsch (989) - Patrik Mayr (-) 6:2 6:2
2002 Michal Kokta (516) - Johannes Ager (716) 6:4 2:6 6:1
2003 Gianluca Luddi (488) - Andreu Guilera-Jover (974) 7:5 6:3
2004 Massimo Ocera (420) - Dusan Karol (489) 4:6 6:4 6:3
2005 Alberto Brizzi (557) - Guillermo Carry (550) 6:4 6:3
2006 Giancarlo Petrazzuolo (446) - Aleksander Vlaski (340) 6:4 7:6
2007 Diego Junqueira (373) - Filip Prpic (367) 6:7 6:3 6:3
2008 Tomas Tenconi (361) - Jean-Rene Lisnard (251) 7:6 6:0
2009 Martin Klizan (328) - Philipp Oswald (308) 6:3 6:4
2010 Marco Crugnola (349) - Matthias Bachinger (327) 6:4 3:6 6:2
2011 Andres Molteni (212) - Alessandro Giannessi (266) 7:5 6:4
2012 Simone Vagnozzi (236) - Jorge Aguilar (300) 6:4 7:6
2013 Nikoloz Basilashvili (297) - Matteo Trevisan (439) 7:5 3:6 6:4
2014 Tomislav Brkic (350) - Daniele Giorgini (510) 7:6 (3) 7:6 (8)
2015 Federico Gaio (297) - Francisco Bahamonde (663) 6:4, 6:3

Autor: sportnews

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