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Jannik Sinner, Tennis-Star aus Sexten. © Social Media / ATP Sofia

Ohne Satzverlust: Sinner marschiert ins Finale!

Jannik Sinner ist seiner Mission Titelverteidigung beim ATP-250-Turnier in Sofia einen bedeutenden Schritt nähergekommen. Am Samstagabend machte er den Finaleinzug in der bulgarischen Hauptstadt perfekt.

Er ist in Sofia der große Favorit. Dieser Rolle wird Jannik Sinner (ATP 14) zurzeit auch vollauf gerecht. Der topgesetzte Sextner hat an jenem Ort, wo er vor 10 Monaten sein erstes ATP-Turnier gewann, auch das Halbfinale gegen den Serben Filip Krajinovic (ATP 37) mit 6:3, 7:5 für sich entschieden. Damit steht Sinner im Finale – und das mit weißer Weste: Im gesamten Turnierverlauf gab der 20-Jährige bisher keinen Satz ab.


Im Endspiel trifft Sinner am Sonntag um 15.30 Uhr auf den 35-jährigen Franzosen Gaël Monfils (ATP 20). Die beiden Profis sind sich bisher drei Mal gegenübergestanden, wobei sich der Youngster zwei Mal durchsetzen konnte, zuletzt in einem spektakulären Drittrunden-Match bei den US Open.

Jannik Sinner zeigte ein sehr solides Match. © ANSA / VASSIL DONEV


Sinner steht zum fünften Mal (und zum vierten Mal in diesem Jahr) im Finale eines ATP-Turniers. Seine bisherige Bilanz: Drei Siege, eine Niederlage. Am Samstagabend setzte er sich im Halbfinale gegen Krajinovic verdient in zwei Sätzen durch. Wie schon im gesamten Turnierverlauf hatte Sinner gegen den Serben glanzvolle Momente, aber auch schwierige Situationen, aus denen er sich jedoch immer geschickt herausmanövrierte. So lag er im zweiten Satz mit 2:5 hinten, kämpfte sich aber eindrucksvoll wieder heran und machte den Sieg perfekt.
Bärenstarker Beginn
Sinner startete wie die Feuerwehr und wirkte spritzig, agil und spielfreudig. Zudem schlug der Sextner exzellent auf und präsentierte sich bei den sich bietenden Chancen sehr kaltschnäuzig. Die Folge: Er nahm Krajinovic prompt den Aufschlag ab und zog auf 4:1 davon. Der anschließende Seitenwechsel inklusive kurzer Pause brachte den 20-Jährigen kurz aus dem Rhythmus, sodass er selbst den Service abgab (3:4), dafür aber im drauffolgenden Game prompt das Re-Break realisierte. Während Sinner die Fehlerquote sehr niedrig hielt, brachte er den Serben mit seinen kraftvollen Schlägen immer wieder an die Grenzen. Nach 40 Minuten verwertete der Sextner seinen ersten Satzball zum 6:3 – ein starker Auftritt bis hierhin.

Filip Krajinovic hatte am Ende mit körperlichen Problemen zu kämpfen. © ANSA / VASSIL DONEV


Das änderte sich jedoch zu Beginn des zweiten Abschnitts, besser gesagt im dritten Game. Bei Aufschlag Krajinovic lieferten sich die beiden Tennis-Profis ein Fehlerfestival, das rund 10 Minuten lang ging. Sinner ließ dabei drei Breakmöglichkeiten ungenutzt und verlor dieses Spiel. Das nagte offenbar an ihm, denn in der Folge war die Kaltschnäuzigkeit, die den Youngster im ersten Satz ausgezeichnet hatte, verflogen. Sinner streute viele unerzwungene Fehler ein und weil nun auch der Serbe immer besser ins Spiel kam, lag die Nummer 14 der Welt plötzlich mit Break und 2:5 zurück. Wie schon im Viertelfinale gegen James Duckworth bewies Sinner aber Kämpferherz, holte sich das Break schnell zurück (zu Null!) und glich zum 5:5 aus.
Am Ende war der Gegner wehrlos
Danach wurde es kurios: Im elften Game – das richtungsweisend war – hatte Sinners Gegner plötzlich mit Problemen am rechten Fuß zu kämpfen. Offenbar bereitete ihm sein großer Zeh Schwierigkeiten – so heftige, dass er das Game abgab und auch anschließend nichts mehr ausrichten konnte. Nach 1.43 Stunden machte Sinner gegen den nun wehrlosen Krajinovic mit einem Ass das Match zu und den Finaleinzug perfekt.

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