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Jannik Sinner steht im Finale. © APA/afp / PAUL CROCK

Finale! Jannik Sinner greift in Melbourne nach dem Titel

Am Samstag um 9.55 Uhr (MEZ) stand nach einem wahren Tennis-Krimi fest: Jannik Sinner steht zum 2. Mal in einem Finale auf der ATP-Tour.

Nach mehr als 3 Stunden Spielzeit und 2 Tiebreaks setzte sich Sinner beim mit 382.575 Dollar Preisgeld dotierten ATP-Turnier in Melbourne am frühen Freitagabend (Ortzszeit/Samstagfrüh MEZ) im Halbfinale gegen den Russen Karen Khachanov in 3 Sätzen mit 7:6 (7:4), 4:6, 7:6 (7:4) durch.


Bereits der erste Satz verlangte den beiden alles ab. Sinner, der als Weltranglisten-36. ins Spiel ging, behielt gegen den Weltranglisten-20. dabei nach über einer Stunde Spielzeit die Oberhand. Beim Stand von 5:4 vergab der 19-Jährige aus Sexten auf Aufschlag des Russen einen Satzball. Im darauf folgenden Game musste Sinner das Break zum 5:6 hinnehmen, schaffte aber gleich danach das Rebreak. Im Tiebreak lag Sinner mit 6:4 vorne und machte den Sack beim Aufschlagspiel von Khachanov zu.

Im zweiten Satz kassierte Sinner gleich 3 Breaks. Unter anderem beim Stande von 4:3 musste er den Aufschlag abgeben. Schlussendlich entschied Khachanov den Satz mit 6:4 für sich.

Jannik Sinner schaffte den Sprung ins Finale. © APA/afp / PAUL CROCK

Im entscheidenden dritten Satz lag Sinner mit 5:3 vorne, dann wurde es jedoch wieder eng: Der Sextner musste beim Stand von 5:4 ein Break abwehren. Der Russe entschied dann jedoch den längsten Ballwechsel für sich und machte daraufhin das Break zum 5:5 klar. Khachanov ging mit 6:5 in Führung und kam zum Matchball, den Sinner aber stark abwehren konnte. Der Sextner konnte zum 6:6 ausgleichen, womit es wieder ins Tiebreak ging.

Im Tiebreak des dritten Satzes gingen beide nochmals an ihre Grenzen. Beim 2:1 nahm Sinner dem Russen den Aufschlag ab, beim 4:2 kassierte jedoch Sinner ein Break. Beim Stand von 4:4 war es jedoch wiederum Sinner, der Khachanov den Aufschlag abnahm und mit 5:4 in Führung ging. Der Sextner bewies weiter mentale Stärke, ging mit 6:4 in Führung und verwandelte schließlich bei eigenem Aufschlag seinen Matchball.

Damit stand nach mehr als 3 Stunden Spielzeit fest: Jannik Sinner steht im Endspiel. Zudem rückt Sinner auf Platz 34 der Weltrangliste vor.
Azurblaues Duell im Finale
Im Finale kommt es zu einem azurblauen Duell. In der Nacht auf Sonntag (nicht vor 4 Uhr MEZ) trifft Sinner auf Stefano Travaglia. Der 29-Jährige aus Ascoli Piceno hatte sich in 2 Sätzen gegen den Brasilianer Thiago Monteiro durchgesetzt (6:3, 6:4).

Für Sinner ist es das 2. Finale bei einem ATP-250-Turnier. Erstmals stand er im November 2020 in Sofia im Finale und konnte dieses auch für sich entscheiden.

Unmittelbar nach dem Halbfinal-Marathon hätte Sinner das Doppel-Viertelfinale mit dem Polen Hubert Hurkacz bestreiten sollen. Doch nach dem Finaleinzug des Südtirolers zog sich das Duo zurück. Die beiden Youngsters hätten im Viertelfinale gegen das australische Duo Matthew Eden/John-Patrick Smit gespielt.

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