T Tennis

Ausgeschieden: Andreas Seppi. © APA/afp / PAUL CROCK

Fünf-Satz-Krimi ohne Happy End: Seppi ist raus

Nichts wurde es mit dem Achtelfinal-Einzug für Andreas Seppi bei den Australian Open: Das Kalterer Tennis-Ass musste sich am Freitag in einem packenden Fünf-Satz-Krimi dem 20-jährigen US-Amerikaner Frances Tiafoe geschlagen geben.

Seppi (ATP 35) verlor gegen den Youngster (ATP 39) mit 7:6, 3:6, 6:4, 4:6, 3:6 und hat es somit verpasst, zum dritten Mal in Folge ins Achtelfinale bei den Australian Open einzuziehen. Bitter, weil Seppi gleich zwei Mal in Führung gegangen war – doch am Ende war der 14 Jahre jüngere Amerikaner besser.

Der Kalterer hatte in seiner Karriere bisher noch nie gegen Tiafoe gespielt. Dass der 20-jährige US Boy einiges drauf hat, bewies er bereits in der zweiten Runde, als er gegen Kevin Anderson (Nummer 6 der Welt) in vier Sätzen gewann.

Matchball nach 3 Stunden und 17 Minuten
Seppi war also gewarnt, spielte im ersten Satz aber seine Routine aus und gewann im Tiebreak mit 7:6. Im folgenden Abschnitt ließ sich der Kalterer beim Stand von 2:3 den Aufschlag abnehmen und ebnete dem Amerikaner so den Weg zum Satzsieg (6:3). Seppi revanchierte sich postwendend, nutzte im dritten Abschnitt sofort eine Breakchance und gewann mit 6:4.

Frances Tiafoe jubelt nach seinem Sieg über Andreas Seppi. © APA/afp / PAUL CROCK

Der Einzug ins Achtelfinale schien für Seppi greifbar zu sein. Im vierten Satz dann aber der Knackpunkt der Partie: Tiafoe lag mit 5:4 in Führung und ließ bei eigenem Aufschlag gleich drei Break-Chancen für Seppi zu. Der Kalterer konnte diese aber nicht verwerten, verlor den Satz und hatte im fünften und letzten Abschnitt keine Kraftreserven mehr, um dem jungen Amerikaner Paroli bieten zu können. Nach 3 Stunden und 17 Minuten verwandelte Tiafoe schließlich den Matchball zum 6:3 und warf Seppi aus dem Turnier.
Australien hat sich für den Kalterer trotzdem gelohnt
Für Seppi ist das Australien-Abenteuer also zu Ende, da er auch im Doppel schon ausgeschieden ist. Der Südtiroler nimmt aus Melbourne 90 ATP-Punkte und insgesamt 118.500 US-Dollar-Preisgeld mit (111.000 Dollar für die dritte Runde im Einzel und 7500 Dollar für die Erstrunden-Niederlage im Doppel). Damit bleibt er weiterhin in den Top-40 der Welt und knackt die historische Marke von 10 Millionen Dollar Preisgeld. Er ist der 71. Spieler der diese Schallmauer durchbricht. Am meisten verdient haben bisher Novak Djokovic mit über 125 Millionen Dollar, Roger Federer (120 Millionen) und Rafael Nadal (103 Millionen). In Italien hat nur Fabio Fognini (11,5 Millionen Dollar) mehr als Seppi kassiert.
Zum Davis-Cup nach Kalkutta
Der Kalterer pausiert jetzt zwei Wochen und spielt dann im Davis Cup in Kalkutta auf Rasen gegen Indien (1. und 2. Februar). Danach wird er die Hallenturniere in Sofia (4. bis 10. Februar) und Rotterdam (11. bis 17. Februar) und erstmals das Hartplatz-Freiluft-Turnier in Delray Beach in Florida (18. bis 24. Februar) bestreiten.

Autor: det

Empfehlungen

Kommentare (0)

Sie müssen sich anmelden, um die Kommentarfunktion zu nutzen..

© 2020 Sportnews - IT00853870210