S+
Jannik Sinner bot eine starke Leistung. © APA / CLIVE BRUNSKILL

T Tennis

Jannik Sinner bot eine starke Leistung. © APA / CLIVE BRUNSKILL

Fulminantes Debüt: Sinner hat’s in Indian Wells eilig

Über zwei Wochen nach seiner überraschenden Niederlage gegen Jakub Mensik im Halbfinale des ATP-500-Turniers von Doha hat sich Jannik Sinner eindrucksvoll zurückgemeldet. Einem weiteren Tschechen, Dalibor Svrcina, ließ der 24-Jährige nicht den Hauch einer Chance.

Jannik Sinner und Indian Wells – das war bisher noch keine Liebesbeziehung. Und das, obwohl er schon zweimal im Halbfinale stand. Die trockenen, zumeist sehr windigen Bedingungen mit hohen Ballabsprüngen sind nicht auf sein exaktes, druckvolles Spiel zugeschnitten. Angesichts dessen ist es nicht überraschend, dass das Turnier in der kalifornischen Wüste das einzige Masters-1000-Event auf Hartplatz ist, das der Sextner noch nicht gewonnen hat. In dieser Ausgabe soll sich das ändern. Der Start ist jedenfalls verheißungsvoll, denn zum Auftakt fegte er Dalibor Svrcina mit 6:1 und 6:1 vom Platz.


Sinner startete durchaus mit einer gehörigen Portion Respekt in die Partie, da sein zwei Jahre jüngerer Gegner aus der Qualifikation kommend schon drei Siege ohne Satzverlust aneinandergereiht hatte. Außerdem war es das erste direkte Duell gegen den 109. der Weltrangliste. Den Zuschauern im rappelvollen Stadium 1 (mit über 16.000 Plätzen das zweitgrößte Tennisstadion der Welt) wurde jedoch schnell klar, dass der 1,78 Meter kleine Tscheche nicht über die Waffen verfügt, um den großen Favoriten zu gefährden.

Ein ausgezeichnetes Niveau

Svrcina zeichnet sich nämlich durch seine exzellente Bein- und Defensivarbeit aus. Großen Druck mit den Grundschlägen oder mit dem Aufschlag entfacht er nicht. Für Sinner ist das ein gefundenes Fressen. Nahezu unbedrängt konnte er sein gewünschtes Spiel aufziehen. Immer wieder fand er den Weg in die Offensive – egal, ob mit der Vorhand, überraschenden Netzangriffen oder punktgenauen Stoppbällen. Die Folge waren ab dem Stand von 1:1 ganze neun Spielgewinne in Serie.

Jannik Sinner ist eine Runde weiter. © APA / CLIVE BRUNSKILL

Jannik Sinner ist eine Runde weiter. © APA / CLIVE BRUNSKILL


Zwar versuchte sich der von den Fans angetriebene Svrcina gegen die Südtiroler Übermacht zu stemmen, gelingen wollte das aber nicht. Kein Wunder, denn Sinner spielte wohl sein qualitativ bestes Match in der laufenden Saison. Er brachte 26 Gewinnschläge an, machte nur 16 unerzwungene Fehler und verlor bei eigenem Service gerade einmal acht Punkte. Nur 64 Minuten waren verstrichen, als der Weltranglistenzweite seinen fünften Matchball verwertete.

In der dritten Runde bekommt es Sinner nun mit dem Kanadier Denis Shapovalov (ATP 39) zu tun, der den Argentinier Tomas Martin Etcheverry (ATP 31) nach 2.41 Stunden mit 3:6, 6:2 und 7:6 schlug. Das Match wird am Sonntag (Ortszeit) stattfinden.

Kommentare (0)

Bestätigen Sie den Aktivierungslink in unserer E-Mail, um Ihr Konto zu verifizieren und Kommentare zu schreiben. Aktivierungslink erneut senden
Vervollständigen sie Ihre Profil-Angaben, um Kommentare zu schreiben.
Profil bearbeiten

Sie müssen sich anmelden, um die Kommentarfunktion zu nutzen.

© 2026 First Avenue GmbH