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Basilashvili gewann 2013 in Rungg und schaffte dann den Sprung in die Top100 Andreas Seppi holte im Jahre 2000 seinen ersten ATP-Punkt in Rungg

Futures-Turniere, das Sprungbrett für neue Stars

Sie sind fast schon zur Tradition geworden, die internationalen Tennisturniere Anfang August in Südtirol. Diese Woche findet auf den Sandplätzen des TC Bozen ein 15.000-Dollar-Turnier statt, am Samstag beginnt in Rungg die 18. Auflage eines qweiteren Futures-Turniers. Für viele Spieler war das Überetscher Turnier das Sprungbrett in die Weltklasse. Auch für Simone Bolelli und Ivan Dodig, die heuer jeweils ein Grand-Slam-Turnier im Doppel gewinnen konnten

Es ist der Traum eines jeden Tennisspielers, einmal eines der vier wichtigsten Turniere der Welt, also einen Grand Slam, zu gewinnen. Dem Italiener Simone Bolelli ist dies heuer in Melbourne bei den Australian Open gelungen (im Doppel mit Fabio Fognini), dem Kroaten Ivan Dodig in Roland Garros in Paris (im Doppel mit Marcelo Melo). Beide gehören heute zu den besten Doppelspielern der Welt. Einst spielten beide in Rungg: Simone Bolelli hatte 2002 als 16-jähriges Talent, ausgestattet mit einer Wild Card und noch ohne ATP-Punkte, einen kurzen Auftritt und stand in der ersten Runde gegen den späteren Turniersieger Michal Kokta aus Tschechien beim 0/6 2/6 auf verlorenem Posten. Ivan Dodig spielte 2008 als Nummer 387 der Welt in Rungg, und sein Viertelfinalmatch gegen den damaligen Topfavoriten Jean-Rene Lisnard bleibt bis heute unvergessen (6/4 6/7 3/6). Sowohl Bolelli als auch Dodig schafften es nicht nur im Doppel an die Weltspitze, sondern auch im Einzel unter die Top 40.


Seppi holte in Rungg seinen allerersten ATP-Punkt

Zugegeben, bei der Sparkassen Trophy in Rungg sind nicht die ganz großen Namen des Tennissports am Start. Aber vielfach sind es Namen, die man sich merken sollte, so wie jene von Bolelli und Dodig. Jedes Jahr bekommt das Publikum junge, aufstrebende Profis zu Gesicht. Beispiele gefällig? Martin Klizan gewann in Rungg 2009 und stieß 2015 bis auf Rang 24 der Weltrangliste vor. 1999 triumphierte in Rungg – exakt an seinem 18. Geburtstag – ein Talent namens Filippo Volandri – später führte ihn seine Karriere bis auf Rang 25 der Weltrangliste. Der Deutsche Matthias Bachinger stand 2010 als Nummer 327 der Welt in Rungg im Finale und schlappe acht Monate später unter den Top 100 der Welt – genauso übrigens wie der Österreicher Andreas Haider-Maurer. Ein ähnliches Kunststück gelang dem Argentinier Diego Junqueira, der 2007 in Rungg als Nummer 373 der Welt triumphierte und schlappe zwölf Monate später in den Top 100 angekommen war. Und Andreas Seppi? Der Kalterer holte 2000 in Rungg als 16-Jähriger seinen allerersten ATP-Punkt.

Auch ein gewisser Andrea Arnaboldi spielte mehrmals in Rungg. Heuer lieferte er sich mit dem Franzosen Pierre-Hugues Herbert das längste Quali-Match der Roland-Garros-Geschichte: 6:4, 3:6, 27:25.


Alle bisherigen Endspiele in Rungg 1998-2014
(In Klammern die damalige Platzierung in der ATP-Weltrangliste)

1998 Uros Vico (971) - Matteo Colla (473) 7:6 6:1
1999 Filippo Volandri (430) - Maxime Boye (470) 6:2 7:5
2000 Filippo Messori (517) - Alessio Di Mauro (379) 6:4 6:1
2001 Benedikt Dorsch (989) - Patrik Mayr (-) 6:2 6:2
2002 Michal Kokta (516) - Johannes Ager (716) 6:4 2:6 6:1
2003 Gianluca Luddi (488) - Andreu Guilera-Jover (974) 7:5 6:3
2004 Massimo Ocera (420) - Dusan Karol (489) 4:6 6:4 6:3
2005 Alberto Brizzi (557) - Guillermo Carry (550) 6:4 6:3
2006 Giancarlo Petrazzuolo (446) - Aleksander Vlaski (340) 6:4 7:6
2007 Diego Junqueira (373) - Filip Prpic (367) 6:7 6:3 6:3
2008 Tomas Tenconi (361) - Jean-Rene Lisnard (251) 7:6 6:0
2009 Martin Klizan (328) - Philipp Oswald (308) 6:3 6:4
2010 Marco Crugnola (349) - Matthias Bachinger (327) 6:4 3:6 6:2
2011 Andres Molteni (212) - Alessandro Giannessi (266) 7:5 6:4
2012 Simone Vagnozzi (236) - Jorge Aguilar (300) 6:4 7:6
2013 Nikoloz Basilashvili (297) - Matteo Trevisan (439) 7:5 3:6 6:4
2014 Tomislav Brkic (350) - Daniele Giorgini (510) 7:6 (3) 7:6 (8)


Sie spielten in Rungg …
(in Klammern die beste Weltranglistenplatzierung ihrer Karriere)

Andreas Seppi (ITA) 18 (2013)
Martin Klizan (SVK)24 (2015)
Filippo Volandri (ITA) 25 (2007)
Potito Starace (ITA) 27 (2007)
Ivan Dodig (CRO) 29 (2013)
Andrey Golubev (KAZ) 33 (2010)
Simone Bolelli (ITA) 36 (2009)
Grega Zemlja (SLO) 43 (2013)
Misha Zverev (GER) 45 (2009)
Jan-Lennard Struff (GER) 46 (2014)
Evgeny Korolev (RUS) 46 (2010)
Andreas Haider-Maurer (AUT) 47 (2015)
Paolo Lorenzi (ITA) 49 (2013)
Maximo Gonzalez (ARG) 58 (2009)
Rui Machado (POR) 59 (2011)
Ivo Minar (CZE) 62 (2009)
Diego Junqueira (ARG) 68 (2009)
Blaz Kavcic (SLO) 68 (2012)
Alessio Di Mauro (ITA) 68 (2007)
Flavio Cipolla (ITA) 70 (2012)
Alejandro Gonzalez (COL)70 (2014)
James Duckworth (AUS) 82 (2015)
Matthias Bachinger (GER) 85 (2011)
Nikoloz Basilashvili (GEO)90 (2015)
Federico Luzzi (ITA) 92 (2002)
Juan Pablo Brzezicki (ARG) 94 (2008)
Farrukh Dustov (UZB) 98 (2015)

Autor: sportnews

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