
Jannik Sinner landete bei der prestigeträchtigen Auszeichnung auf Rang fünf. © APA/afp / MARCO BERTORELLO
Geheime Weltsportler-Wahl: Vier sind „besser“ als Sinner
Hinter Jannik Sinner liegt ein außergewöhnliches Jahr. Trotzdem war ihm bei einer prestigeträchtigen Auszeichnung der französischen Sport-Tageszeitung L'Équipe kein Platz auf dem Podest vergönnt.
30. Dezember 2025
Von: nie
Seit 1975 zeichnet die L'Équipe mittels einer geheimen Wahl innerhalb seiner diversen Redaktionen den Champions des champions (franz. Meister der Meister) aus – mit anderen Worten: den Weltsportler des Jahres. Die goldene Statuette, die der Nummer eins bei den Damen sowie den Herren übergeben wird, ist eine begehrte Trophäe, die als einzigartiger Schlusspunkt eines besonderen Sportlerjahres gilt. Nachdem der Favoritenkreis durch eine Umfrage im Vorfeld auf 20 Athleten reduziert wurde, wurden Ende November die finalen Stimmen abgegeben – und mit Jannik Sinner war natürlich auch Südtirols Tennis-Superstar mit am Start.
Für einen Platz unter den Top 3 sollte es letzten Endes aber trotz seiner Triumphe bei den Australian Open und in Wimbledon sowie zwei weiteren Finalteilnahmen bei den French Open und US Open nicht reichen. Mit insgesamt 169 Punkten landete Sinner auf dem fünften Rang. Wie so oft im zurückliegenden Jahr kam es auch bei dieser Auszeichnung zu einem privaten Duell mit seinem Rivalen Carlos Alcaraz: Der Spanier reihte sich auf dem dritten Platz ein (252).
Pogacar thront über allen – Odermatt auf Platz acht
Zwischen Alcaraz und Sinner drängte sich Weltfußballer Ousmane Dembélé, der sich in der französischen Kategorie den Sieg vor dem Schwimmer Léon Marchand und dem Segler Charlie Dalin schnappte. Durch Marco Odermatt (8./104) mischte immerhin auch ein Star aus dem Ski Alpin in der Wahl zum Weltsportler mit.Ousmane Dembélé gewann mit Paris Saint-Germain die Champions League. © APA/afp / ALAIN JOCARD
Der Abstand zu den beiden vorderen Plätzen fiel derweil äußerst groß aus: Stabhochsprung-Ikone Armand Duplantis (799) gab sich knapp dem viermaligen Gesamtsieger der Tour de France namens Tadej Pogacar geschlagen. Pogacar gilt zum ersten Mal seiner Karriere als Champions des champions, zu seinen Vorgängern zählen unter anderem Michael Schumacher, Novak Djokovic, Marcel Hirscher oder auch Usain Bolt.
McIntosh erstmals ausgezeichnet
Bei den Damen setzte sich mit Summer McIntosh indes eine Schwimmerin aus Kanada die Krone auf. Die dreifache Olympiasiegerin feierte noch vor ihrem 19. Geburtstag vier Titel bei den Weltmeisterschaften in Singapur und erweitere damit ihre WM-Gold-Sammlung auf stolze acht Medaillen.Summer McIntosh war im zurückliegenden Jahr fast unschlagbar. © APA/afp / OLI SCARFF
Bei der diesjährigen Wahl setzte sie sich vor zwei US-amerikanischen Athletinnen durch: Doppel-Weltmeisterin Sydney McLaughlin-Levrone (400 m und 4×400 m), die mit 47,78 Sekunden die zweitschnellste Zeit der Geschichte über eine Stadionrunde lief, sowie die neue Sprint-Königin Melissa Jefferson-Wooden, die bei den Weltmeisterschaften in Tokio drei Titel gewann (100 m, 200 m und 4×100 m).
| Pos. | Name | Sportart | Punkte |
|---|---|---|---|
| 1. | Tadej Pogacar (Slowenien) | Radsport | 821 |
| 2. | Armand Duplantis (Schweden) | Leichtathletik | 799 |
| 3. | Carlos Alcaraz (Spanien) | Tennis | 252 |
| 4. | Ousmane Dembélé (Frankreich) | Fußball | 226 |
| 5. | Jannik Sinner (Sexten) | Tennis | 169 |
| 6. | Léon Marchand (Frankreich) | Schwimmen | 146 |
| 7. | Marc Marquez (Spanien) | Motorrad | 134 |
| 8. | Marco Odermatt (Schweiz) | Ski Alpin | 104 |
| 9. | Shai Gilgeous-Alexander (Kanada) | Basketball | 103 |
| 10. | Rory McIlroy (Nordirland) | Golf | 75 |
| Pos. | Name | Sportart | Punkte |
|---|---|---|---|
| 1. | Summer McIntosh (Kanada) | Schwimmen | 628 |
| 2. | Sydney McLaughlin-Levrone (USA) | Leichtathletik | 516 |
| 3. | Melissa Jefferson-Wooden (USA) | Leichtathletik | 425 |
| 4. | Pauline Ferrand-Prévot (Frankreich) | Radsport | 375 |
| 5. | Katie Ledecky (USA) | Schwimmen | 331 |
| 6. | Aryna Sabalenka (Belarus) | Tennis | 293 |
| 7. | Federica Brignone (Italien) | Ski Alpin | 151 |
| 8. | Aitana Bonmati (Spanien) | Fußball | 140 |
| 9. | Beatrice Chebet (Kenia) | Leichtathletik | 85 |
| 10. | Angelina Melnikova (Russland) | Gymnastik | 72 |
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