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Jannik Sinner spielte grandios, musste sich aber nichtsdestotrotz geschlagen geben. © Instagram

Grandioser Sinner-Auftritt von Verletzung jäh gestoppt

Jannik Sinner (ATP 74) war am Dienstag auf dem besten Wege, den deutlich erfahreneren und höher klassierten Karen Khachanov (ATP 16) mit einer Meisterleistung vom Platz zu fegen. Doch dann brachte eine Verletzung seine Reise bei den US Open zum Ende.

Wegen Regens musste das Südtiroler Ausnahmetalent zunächst auf seinen ersten Auftritt bei den diesjährigen US Open warten. Nach einer rund einstündigen Verzögerung betraten Sinner und sein fünf Jahre älterer Kontrahent aus Russland dann den Court 8 auf den Billie Jean King Tennis Center in New York. Und Sinner zeigte von Beginn an, dass die Probleme, die er beim Vorbereitungsturnier an gleicher Stelle offenbarte, wie verflogen waren. Mit seinem gewohnt temporeichen Spiel auf beiden Schlagseiten stellte er Khachanov vor großen Problemen. Dieser hatte dem Südtiroler nur wenig entgegenzusetzen. Erst als eine Verletzung den 19-Jährigen stark behinderte, kam der Russe stärker auf und wandelte einen 0:2-Satzrückstand in einen Sieg um – 6:3, 7:6, 2:6, 0:6, 6:7 lautete das aus Südtiroler Sicht bittere Endergebnis.

Sinner mit starkem Beginn
Gleich im ersten Aufschlagsspiel sah sich Sinner mit zwei Breakbällen konfrontiert, wehrte diese aber – genauso wie zwei Möglichkeiten im fünften Game – gekonnt ab. Khachanov hingegen gab einmal sein Servicegame ab, wodurch der Südtiroler den ersten Durchgang dank teils spektakulärer Punkte verdient und mit 6:3 für sich entschied.

Auch im zweiten Spielabschnitt hatte der Youngster das Heft des Handelns fest in der Hand, nutzte im Gegenteil zum ersten Durchgang aber seine Chance nicht. Dies ging beinahe ins Auge, denn beim Stand von 5:6 musste er einen Satzball seines Kontrahenten abwehren. Es ging ins Tiebreak, wo sich beide Spieler auf Augenhöhe begegneten. Nach einem weiteren Satzball zugunsten Khachanovs verwandelte Sinner seinerseits seine zweite Möglichkeit zum 7:6-Satzgewinn.
Schmerzen verhindern Sieg
Nun stand es 2:0 in den Sätzen und nichts, aber auch gar nichts deutete auf eine Niederlage des Weltranglisten-74. hin. Doch plötzlich griff sich Sinner an den Rücken, dann dehnte er sich das Bein. Er spielte mit schmerzverzerrtem Gesicht weiter, doch es war nicht zu übersehen, dass der letztjährige Next-Gen-ATP-Finals-Sieger in seinen Bewegungen stark eingeschränkt war. Der Physiotherapeut betrat beim Stand von 1:2 im dritten Satz den Platz, behandelte Sinner, doch es half nichts. Der Sextner spielte zwar noch aus dem Stand weiter und sorgte mit dem einen oder anderen Zauberschlag für Highlights, die Niederlage konnte er aber nicht verhindern – auch wenn er sich bis zum letzten Punkt dagegen stemmte und im letzten Satz humpelnd Khachanov nochmals alles abverlangte.

Was bleibt ist die Erkenntnis, dass Sinner, dem die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben stand, es mit den Großen dieser Sportart aufnehmen kann. Und dass die Südtiroler Tennis-Zukunft gesichert ist. Aber das steht nicht erst seit diesem bitteren Tag fest.

Autor: leo

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