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Ballt die Siegerfaust: Jannik Sinner. © GETTY IMAGES NORTH AMERICA / SARAH STIER

Jannik, die Lokomotive: Halbfinale in Sofia!

Jannik Sinner ist am Freitag zum dritten Mal in Folge ins Halbfinale des ATP-250-Turniers in Sofia eingezogen. Dem Australier Aleksandar Vukic ließ er nach einem Stotterstart keine Chance.

Man muss sich das bildlich vorstellen. Eine Lokomotive, die am Bahnhof abfährt. Langsam, behäbig, ja schwerfällig rollt sie die ersten Meter nach vorne. Die massive Maschinerie stöhnt unter dem gewaltigen Kraftaufwand, der in diesen Momenten erzeugt wird. Dann aber kommt das Ding ins Rollen, plötzlich läuft alles geschmeidig, und schon bald pflügt besagte Lok mit hoher Geschwindigkeit durch die Landschaft hindurch – und macht schließlich am Bahnhof „Halbfinale“ Halt.


So in etwa kann man sich Jannik Sinners Viertelfinale in Sofia vorstellen. Die Nummer 10 der Welt begann gegen Aleksandar Vukic (ATP 144) nicht in bester Verfassung, fand aber schnell zu ihrem Spiel und gewann schließlich mit 6:2, 6:3 – und das nach nur 1.20 Stunden. Die beeindruckende Serie des Sextners in der bulgarischen Hauptstadt geht also weiter: 2020 und 2021 konnte Sinner das Turnier gewinnen und auch in diesem Jahr bewegt er sich auf dem richtigen Weg. Im Halbfinale am Samstag trifft der Jungstar auf den Dänen Holger Rune (ATP 31).

Sieben Games in Folge

Der 21-Jährige begann am späten Freitagnachmittag behäbig. Bereits im ersten Game musste Sinner vier Breakchancen abwehren. Vor allem der Aufschlag bereitete ihm anfangs Probleme, so unterliefen ihm sofort zwei Doppelfehler. Danach kam die Maschinerie aber ins Laufen und spätestens ab dem 2:2 legte Sinner zwei Gänge zu. Das war für seinen um 134 Positionen niederer gerankten Gegner zu viel. Satzübergreifend sicherte sich der Südtiroler sieben Games in Folge.

Nach dem 6:2 im ersten Abschnitt ging er im zweiten Durchgang mit 3:0 in Führung. Zwar gab Sinner beim Stand von 4:2 seinen Aufschlag ab, holte sich das Break jedoch unmittelbar danach mit einem unwiderstehlichen Game zurück. Danach schlug der Pusterer zum Satzgewinn auf. Zwar entwickelte sich dieses Game zu einer langwierigen Angelegenheit (wie das beim Bremsweg einer Lokomotive kurz vor dem Bahnsteig eben so ist), doch der dritte Matchball saß. Der Halbfinaleinzug war somit perfekt – und der Traum vom dritten Titel in Sofia ist lebendiger denn je.

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