
Da kamen dem Schweizer die Tränen. © APA / JOE BUGLEWICZ
Hall of Fame: Federers emotionaler Moment
Roger Federer ist offiziell in die International Tennis Hall of Fame aufgenommen worden. Bei der Zeremonie in Newport (USA) blickte der Schweizer mit viel Humor auf seine Karriere zurück – und wurde besonders emotional, als er über seine Ehefrau Mirka sprach.
30. August 2026
Von: tu
„Ruhm war nie mein Ziel. Ich wollte einfach mein Leben damit verbringen, etwas zu tun, das ich liebe“, erklärte Federer bei seiner Rede. Statt seine 20 Grand-Slam-Titel, 310 Wochen als Weltranglistenerster oder seine 103 Turniersiege aufzuzählen, scherzte der 45-Jährige lieber über die kleinen Zahlen seiner Karriere. Mehr als 5000 Stirnbänder, rund 7000 Paar Socken und etwa 10.000 bespannte Schläger hätten ihn durch seine aktive Zeit begleitet.
Besonders bewegend wurde die Zeremonie, als Federer auf seine Frau Mirka zu sprechen kam, die ihn zuvor auf der Bühne vorgestellt hatte. Die beiden lernten sich bereits bei den Olympischen Spielen 2000 in Sydney kennen, als Federer noch keinen einzigen ATP-Titel gewonnen hatte.
Große Emotionen bei der Legende
Federer konnte dabei seine Tränen nicht mehr zurückhalten. Seine Frau sei weit mehr als nur seine Lebenspartnerin gewesen. „Sie war meine Trainerin, meine Trainingspartnerin und meine Realität“, sagte der Schweizer. Mirka habe ihm geholfen, sich auf den Tennisplatz zu konzentrieren und gleichzeitig die Freude am Leben abseits des Sports zu bewahren.Federer nutzte seine Rede schließlich auch, um seinen früheren Trainern, Wegbegleitern und Rivalen zu danken. Namen wie Stefan Edberg, Ivan Ljubicic oder Severin Lüthi hätten seine Karriere entscheidend geprägt – genauso wie zahlreiche Gegner, die den Tennissport für ihn zu einem wichtigen Teil seines Lebens gemacht hätten.
Federer teilte das Rampenlicht mit Mary Carillo. © APA / JOE BUGLEWICZ
Am selben Abend wurde auch Mary Carillo in die Tennis Hall of Fame aufgenommen. Die ehemalige Spielerin, die 1977 gemeinsam mit John McEnroe den Mixed-Doppel-Titel bei den French Open gewann, machte sich später vor allem als Kommentatorin und Sportjournalistin einen Namen. Carillo gilt als Wegbereiterin für Frauen im Tennisjournalismus und war unter anderem viele Jahre für NBC im Einsatz.
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