
Alexander Zverev wird beim Davis Cup dabei sein. © APA/afp / MARCO BERTORELLO
Happy End beim „Showturnier“? Zverev mit Frust zum Davis Cup
Nach dem frühen Scheitern beim Turnier der Besten wirkte der tief gefrustete Alexander Zverev urlaubsreif. Vermutlich wäre der deutsche Tennisstar auch gerne schon jetzt auf die Malediven geflogen, um in seinem geplanten Urlaub unter Palmen die für ihn „unglaublich unbefriedigende“ Saison schnell zu vergessen.
16. November 2025
Von: dpa/sn
Doch Zverev packt nach den ATP Finals noch mal den Schläger aus, denn ihm bietet sich eine letzte Chance auf einen versöhnlichen Abschluss: ein historischer Triumph im Davis Cup.
Der Weltranglistendritte will bei der Endrunde in der kommenden Woche in Bologna für den ersten deutschen Sieg im Mannschafts-Wettbewerb seit 32 Jahren sorgen. Das würde auch seine persönliche Jahres-Bilanz aufhübschen – doch das ist nicht der Hauptgrund für sein Davis-Cup-Comeback sechs Tage nach dem Vorrunden-Aus bei den ATP Finals in Turin.
Zverev ist kein Davis-Cup-Fan
„Ich spiele, weil die Jungs mich gebeten haben“, erklärte der 28-Jährige. Seine Teamkollegen um Jan-Lennard Struff (35) hätten im Herbst ihrer Karrieren für diesen Coup „nicht mehr viel Zeit“, meinte er: „Und dann habe ich halt gesagt: Okay, dann spiel' ich halt einmal.“ Er selbst kann dem Wettbewerb in seinem aktuell Format mit dem Final 8 an einem Ort nur wenig abgewinnen: „Es ist im Grunde ein Showturnier, das man Davis Cup nennt.“Gegen Jannik Sinner hatte Zverev heuer so gut wie keine Chance. © FELICE CALABRO' / Felice Calabro'
Viel lieber hätte er ohnehin bei den ATP Finals triumphiert. Doch von einem dritten Sieg beim Prestigeturnier nach 2018 und 2021 war der Hamburger weit entfernt. Und das nicht nur, weil die beiden Finalisten Carlos Alcaraz und Jannik Sinner auf einem ganz anderen Niveau spielten. Beim verlorenen Gruppen-Endspiel ums Halbfinale gegen den Kanadier Felix Auger-Aliassime zeigte der Olympiasieger von 2021 vor allem im zweiten Satz bedenklich viele Fehler und Unkonzentriertheiten.Zverev zeigt sich selbstkritisch
„Die Tennissaison ist lang, mit vielen Ups and Downs. Aber für mich gab es diesmal nicht viele Ups“, sagte er. Den erhofften ersten Grand-Slam-Turniersieg holte der Australian-Open-Finalist nicht, einzig beim Heim-Turnier im April in München konnte er triumphieren. Immer wieder setzte es körperliche Rückschläge, der Rücken war ein Dauerproblem. Gesund und fit zu bleiben, habe deswegen „Priorität Nummer eins“ für das nächste Jahr.Wie er sich spielerisch nochmal verbessern will, um den aktuell fast aussichtslos erscheinenden Kampf mit den zwei Ausnahmekönnern Alcaraz und Sinner aufzunehmen, ließ Zverev in der Stunde der Enttäuschung offen.
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