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Jannik Sinner ließ Alexander Zverev nicht den Hauch einer Chance. © APA/afp / THOMAS COEX

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Jannik Sinner ließ Alexander Zverev nicht den Hauch einer Chance. © APA/afp / THOMAS COEX

Historischer Titel: Sinner erteilt Zverev eine Lehrstunde

Mit einer Machtdemonstration sondergleichen hat sich Jannik Sinner im Masters-Finale von Madrid gegen Alexander Zverev durchgesetzt. Damit sicherte sich der Südtiroler ein weiteres Kapitel in den Geschichtsbüchern.

In 56 Minuten fertigte der Superstar aus dem Pustertal seinen aktuellen Lieblingsgegner Alexander Zverev mit 6:1, 6:2 ab und feierte damit zum ersten Mal in seiner Karriere den Titel in Madrid. Eine absolute Machtdemonstration seitens Sinner – und eine Demütigung für die Nummer drei der Welt. Doch der Reihe nach.


Sinner erwischte einen unglaublichen Start in die Partie und nahm Zverev seine beiden ersten Aufschlagspiele direkt ab. Nach nur 17 Minuten lag der Südtiroler mit 5:0 in Führung – bis dahin hatte sein deutscher Konkurrent lediglich fünf Punkte verzeichnet. Weitere acht Minuten später verwandelte Sinner seinen ersten Satzball.

Sinner beim Return von einem anderen Stern

Auf dem roten Sand von Madrid war nicht weniger als ein Klassenunterschied zu erkennen. Zu Beginn des zweiten Satzes knüpfte Sinner dort an, wo er kurz zuvor aufgehört hatte. In den ersten vier Games ließ er nur sechs Punkte gegen sich zu und schnappte sich ein weiteres Break. Nach dem 3:1 lockerte der 24-Jährige etwas die Zügel, an Zauberschlägen mangelte es jedoch nicht: Vor allem für seine Drop Shots, die er hier und da in sein Spiel einstreute, holte sich Sinner immer wieder lautstarken Applaus ab.

Jannik Sinner war am Sonntag nicht zu schlagen. © ANSA / SERGIO PEREZ

Jannik Sinner war am Sonntag nicht zu schlagen. © ANSA / SERGIO PEREZ


In den wichtigsten Statistiken war der viermalige Grand-Slam-Turniersieger klar überlegen: 27 von 29 Punkten nach erstem Aufschlag (93 Prozent) entschied Sinner für sich. Beim Return gewann er 13 von 27 Punkten bei Zverevs erstem Aufschlag, bei dessen zweiten Serve gingen sogar sechs von acht Punkten an den Pusterer. So war es wenig verwunderlich, dass sich Sinner in kürzester Zeit drei Matchbälle erspielte. Nach 56 Minuten verwandelte er schließlich seinen ersten Versuch.

Fünf Titel in Folge: Sinner schreibt Geschichte

Durch den Triumph in Madrid schrieb Sinner Tennis-Geschichte. Noch nie zuvor war es einem Spieler gelungen, fünf Masters-Turniere in Folge zu gewinnen. Der Wimbledonsieger hatte seinen Erfolgslauf beim Paris Masters im Herbst 2025 gestartet und nun auch die ersten vier Masters-Turniere der laufenden Saison für sich entschieden.

Jannik Sinner ist ein einzigartiger Rekord gelungen. © APA/afp / OSCAR DEL POZO

Jannik Sinner ist ein einzigartiger Rekord gelungen. © APA/afp / OSCAR DEL POZO


Kurioserweise brachte ihm der Finalerfolg über Zverev aber nicht den Rekord für die meisten Siege in Folge auf Masters-Niveau ein. Seit Sonntag hält Sinner bei 28 Siegen am Stück, vor ihm liegen Roger Federer mit 29 (2005/06) sowie Novak Djokovic, der sich mit Serien von 30 (2014/15) und 31 Siegen (2011) gleich zweimal in dieser Rangliste verewigt hat. Diese Bestmarke könnte Sinner bereits ab der kommenden Woche angreifen: Zwischen 6. und 17. Mai steht in Rom das nächste Sandplatz-Masters auf dem Programm.

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