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Das Arthur Ashe Stadium ist das Herzstück der US Open. © APA/afp / MANDEL NGAN

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Das Arthur Ashe Stadium ist das Herzstück der US Open. © APA/afp / MANDEL NGAN

Horrende Ticketpreise: Wer Sinner & Co. sehen will, muss blechen

Am 30. September beginnt in New York City mit den US Open das letzte Grand-Slam-Turnier des Jahres. Noch bevor die besten Tennisstars im Billie Jean King National Tennis Center aufschlagen, sehen sich die Veranstalter mit Kritik konfrontiert. Schuld daran sind die Ticketpreise.

Tennis boomt weltweit. Turniere auf der ganzen Welt vermelden Rekordzahlen, sowohl was den Zuschauerzufluss als auch die Ticketeinnahmen betrifft. In den letzten zwei Jahren besuchten jeweils über eine Million Menschen die US Open, die noch mehr als die anderen Events zu einem dreiwöchigen Event avanciert sind. Denn in der sogenannten Fan-Week wurde nun auch das Mixed-Doppel-Turnier untergebracht, das zusätzlich Leute anlocken soll.


Die steigende Nachfrage wird anhand eines Beispiels sichtbar. So befanden sich für das diesjährige Herren-Finale über 430.000 in der digitalen Warteschlange. Das hat zur Folge, dass die Preise vor allem auf den Zweitmärkten förmlich explodieren – zumal der US-amerikanische Tennisverband diese nicht aktiv bekämpft, sondern sogar darauf verweist.

Dynamische Preissysteme

So kosten sogenannte Ground-Pass-Tickets auf diesen Zweitmärkten über 300 Dollar – und das, obwohl sie von der USTA für 65 Dollar angeboten wurden. Diese Tickets garantieren keinen festen Sitzplatz und bieten Zugang zu allen Außenplätzen sowie den freien Rängen im Louis Armstrong Stadium und im Grandstand. Partien im Arthur Ashe Stadium sind in diesem Paket hingegen ausgeschlossen. Zum Vergleich: Weder in Wimbledon, wo Zweitmärkte streng limitiert werden, noch in Roland Garros oder bei den Australian Open überstiegen Ground-Pass-Tickets die 50-Dollar-Marke.

Wer Jannik Sinner bei den US Open sehen will, muss blechen. © AFP / PEDRO PARDO

Wer Jannik Sinner bei den US Open sehen will, muss blechen. © AFP / PEDRO PARDO


Ein zweiter Faktor, der die Preise in die Höhe schnellen lässt, ist die sogenannte dynamische Preisgestaltung. Die USTA passt die Preise der verbleibenden Erstmarkt-Tickets demnach automatisch in Echtzeit an. Je mehr Leute nach einem Ticket suchen, desto teurer wird es direkt beim Veranstalter. Dieses System hatte schon Fußballfans bei der Weltmeisterschaft in den USA erzürnen lassen.

Diese Preispolitik hat bei Fans großen Unmut ausgelöst. Bill Ackman, ein US-amerikanischer Milliardär und Tennis-Enthusiast, kommentierte auf X: „Die US Open gehören der USTA, einer gemeinnützigen Organisation. Die Vorstellung, dass ein Ground Pass für den ersten Tag 363 Dollar kostet, ist absurd. Die USTA hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Tennissport zu fördern. Wie lässt sich ein solches Ticket für 363 Dollar mit dieser Aufgabe vereinbaren?“

Schlagwörter: Tennis US Open New York Preise

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