
Tennis-Superstar Jannik Sinner. © ANSA / ADAM VAUGHAN
„Ich habe Sinner geholfen – und bereue es nicht“
Derzeit ist noch ungewiss, ob Jannik Sinner bei den US Open aufschlagen wird. In der Zwischenzeit bekam der Sextner von einem seiner großen Konkurrenten Rosen gestreut.
18. August 2026
Von: det
Für Jannik Sinner sind es die Stunden der Wahrheit: Wird er nach New York zu den US Open reisen oder nicht? Der beste Spieler der Welt laboriert an einer Knieverletzung, die er in den letzten zehn Tagen im JMedical von Turin behandeln ließ. Nun steht eine Entscheidung, ob es für das letzte Grand-Slam-Turnier des Jahres reicht oder nicht, kurz bevor.
In der Zwischenzeit hat sich Novak Djokovic ausführlich über Sinner geäußert. In einem Interview mit dem Corriere della Sera sprach der 39-Jährige, der mit 24 Grand-Slam-Titeln der erfolgreichste Tennisspieler aller Zeiten ist, über den Südtiroler Goldjungen. „Ich bereue es nicht, dass ich seinerzeit Janniks Trainern (erst Riccardo Piatti, dann Darren Cahill) Ratschläge gegeben habe, wie er besser werden kann. In dem Moment konnte ich nicht anders, als mir selbst treu zu sein, unabhängig davon, was auf dem Spiel stand. Das bin einfach ich.“
Sinner (rechts) und Djokovic schätzen sich. © APA/afp / KIRILL KUDRYAVTSEV
Djokovic hatte also schon da die Vermutung, dass aus Sinner mal ein ganz Großer werden könnte. Zuletzt hatte der serbische Superstar gegen den Pusterer Bui fast immer das Nachsehen: In den letzten sieben Begegnungen hieß der Sieger sechs Mal Sinner. Nur im Halbfinale bei den Australian Open im vergangenen Jänner ging der Serbe als Triumphator hervor.
„Ich erkenne mich in Jannik vollkommen wieder.“ Novak Djokovic
Djokovic erklärt, dass er mit Sinner viel gemeinsam hat. „Es gibt viele Berührungspunkte mit ihm, auch wenn jeder Mensch einzigartig und besonders ist. Wir kommen beide aus den Bergen – er aus Südtirol, ich aus Serbien. Wir sind einst Ski gefahren, verließen mit 13 Jahren unser Zuhause und waren gezwungen, schnell erwachsen zu werden, weit weg von der Familie und unseren Liebsten“, so der 24-fache Grand-Slam-Sieger.
Sinner ist fünffacher Grand-Slam-Sieger. © ANSA / NEIL HALL
Der Djoker äußert sich auch über die Mentalität, die die beiden verbindet. „Ich beobachte seine Hingabe und erkenne mich darin vollkommen wieder. Jannik gibt sich – genau wie ich – mit dem Erreichten nie zufrieden. Er hatte schon immer die Mentalität eines Champions. Er ist eine dominante Kraft und wacht trotzdem jeden Morgen mit dem Wunsch auf, besser zu sein als am Tag davor. Kein Sieg kann diesen Hunger stillen, nicht einmal 24 Grand-Slam-Titel.“
Ob sich Sinner und Djokovic auch bei den US Open gegenüberstehen werden, ist noch nicht klar, zumal die Teilnahme des Sextners wegen seiner Knieprobleme noch in den Sternen steht.
Profil bearbeiten
Sie müssen sich anmelden, um die Kommentarfunktion zu nutzen.



Kommentare (0)