
Jannik Sinner ist der strahlende Sieger der Wimbledon Championships 2026. © AFP / KIRILL KUDRYAVTSEV
Im Stile eines Champions: Jannik Sinner gewinnt Wimbledon!
Titelverteidigung geglückt! Jannik Sinner hat zum zweiten Mal das wichtigste Tennisturnier der Welt, die Wimbledon Championships, gewonnen – und das auf fantastische Art und Weise. Da staunte selbst ein grandioser Alexander Zverev.
12. Juli 2026
Von: fop
Jannik Sinner hat mit 24 Jahren seinen fünften Grand-Slam-Titel eingefahren, den ersten im Jahr 2026. Der Südtiroler gewann ein hochklassiges, mitreißendes Finale gegen French-Open-Champion Alexander Zverev mit 6:7, 7:6, 6:3, 6:4. Danach war die Freude beim Titelverteidiger grenzenlos.
Vor voll besetzten Rängen, der eigenen Familie und dutzenden Promis vor Ort sowie Millionen Zuschauern vor den TV-Geräten schaffte Sinner einen Sieg mit Seltenheitswert. Als zehnter Spieler der Tennisgeschichte gelang es ihm, seinen Titel auf dem Heiligen Rasen im Süden Londons zu verteidigen. Und das mit einer wahren Glanzleistung. Der Weltranglistenerste darf sich damit wie bei den Australian Open (2024, 2025) zweifacher Titelträger nennen. Zudem war er 2024 bei den US Open erfolgreich. Insgesamt ist dies sein 30. Karrieretitel.
Zverev spielt stark, Sinner aber noch stärker
Sinner zeigte maximalen Körpereinsatz, ging über jegliche Schmerzgrenzen und Leistungslimits hinweg. Es war eine Augenweide, wie geschmeidig er von einer Ecke in die andere huschte, wie angriffslustig er ans Netz stürmte und dort teils akrobatisch punktete. Mit perfekten Stoppbällen, mit wuchtigen Volleys oder maßgenauen Grundlinienschlägen. Dazu kam ein brachiales Aufschlagspiel, das den Sextner bereits durchs ganze Turnier gehievt hatte.Es lag aber auch an Alexander Zverev, dass sich dieses Finale zu einem absolut hochklassigen Duell hochschaukelte. Der Deutsche wirkte nach seinem French-Open-Sieg völlig gelöst, mit viel Sicherheit und Wumms in seinen gefürchteten Vorhandschlägen. Und wie Sinner leistete sich auch der Hamburger kaum Fehler im Aufschlagspiel.
Sinner biegt den Satzrückstand
Das führte dazu, dass die ersten beiden Sätze erst im Tiebreak entschieden wurden. Im ersten Durchgang hatte Zverev das bessere Ende für sich, als er nervenstark zum 9:7 durchzog. Der zweite Durchgang war genauso ausgeglichen. Aber ein schwacher Start ins Tiebreak von Zverev gab den Ausschlag zugunsten von Sinner. Erstaunlich übrigens, dass Sinner viele Bälle einfach in die Mitte des Platzes spielte, um Zverev keine Winkel zu geben. Es war zwischenzeitlich ein ungewohntes Erfolgsrezept.Jannik Sinner und Alexander Zverev boten eine würdige Final-Show. © APA/afp / HENRY NICHOLLS
Beflügelt durch seinen ersten Satzgewinn zog der Pusterer in der Folge merklich die Zügel an. Zwar hielt sein Rivale – einem kurzen Schrecken zum Trotz – weiter tapfer dagegen, allerdings mit einem Unterschied: Zverevs Breakball im dritten Satz wurde abgewehrt, Sinners nicht. Mit dem 14. Ass holte sich Sinner auch diesen Durchgang. Und dann gab es kein Halten mehr! Beim Stand von 3:3 im vierten Satz landete er das nächste Break. Damit wurde Zverev schachmatt gesetzt – und der zweite Wimbledon-Triumph eingetütet. Nach exakt 3 Stunden und 46 Minuten verwandelte er den ersten Championship-Point.
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