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Jannik Sinner hat in Wien groß aufgespielt. © APA / GEORG HOCHMUTH

In nur 63 Minuten: Sinner bringt den Riesen zu Fall

Jannik Sinner ist in einer berauschenden Form! Am Mittwoch traf der junge Sextner zum Auftakt des ATP-500-Turniers in Wien auf den US-Amerikaner Reilly Opelka und machte sofort kurzen Prozess. Der Traum von den ATP-Finals lebt.

Mit seinen 1,88 Metern ist Jannik Sinner einer der größeren Profis auf der ATP-Tour. Im Vergleich zu US-Boy Reilly Opelka (ATP 27) erscheint aber selbst der Sextner klein: 2,11 Meter misst der 24-Jährige aus Michigan, trotzdem konnte er dem Jungstar aus dem Pustertal am Mittwoch zu keiner Zeit das Wasser reichen. Sinner, seit Montag die Nummer 11 der Welt, präsentierte sich bei seinem Wien-Auftakt weiterhin in überragender Form und gewann nach 63 Minuten mit 6:4, 6:2.


An Reilly Opelka hatte Sinner schon vor dem Match gute Erinnerungen. Allerdings nicht als Gegner, sondern als Mitspieler. Anfang August gewannen die beiden in Atlanta (USA) das Doppelturnier – das war der erste und bislang einzige Erfolg für Sinner in dieser Disziplin. Am Mittwoch standen sich die beiden also als Gegner gegenüber. Dabei zeigte Sinner, beflügelt vom Turniersieg in Antwerpen, wieder bestes Tennis und ließ seinem aufschlagstarken Kumpel nicht den Hauch einer Chance.

Reilly Opelka hatte gegen Sinner nichts auszurichten. © APA/afp / JOE KLAMAR


Bemerkenswert: Opelka setzte 82 Prozent seiner ersten Aufschläge ins Feld, im ersten Satz lag die Quote sogar bei 92 Prozent – ein herausragender Wert, von dem sich der 20-jährigen Sinner jedoch nicht beeindrucken ließ. Er hatte stets eine passende Antwort parat, retournierte exzellent und schlug auch selbst stark auf. Dadurch kaufte er dem US-Boy die Schneid ab. Im ersten Satz genügte deshalb ein Break im fünften Game für den Satzgewinn, im zweiten Abschnitt nahm Sinner seinem Gegenüber sogar zwei Mal den Aufschlag ab und heimste so seinen zehnten Sieg aus den letzten elf Matches ein.
Jetzt wartet ein Lokalmatador
Der Sextner macht im Rennen um die ATP-Finals von Turin also weiter Boden gut. Vorteil: Hubert Hurkacz, den Sinner im sogenannten „Race“ (Jahreswertung) noch überholen muss, hat am Dienstag überraschend gegen Andy Murray verloren und lässt somit wichtige Zähler liegen. Sinner fehlen aktuell noch 75 Punkte auf den Polen. In der zweiten Runde trifft Sinner am Donnerstag auf den Österreicher Dennis Novak, der aktuell die Nummer 116 der Welt ist. In einem eventuellen Viertelfinale könnte es zum Duell mit Casper Ruud (Nr. 8) kommen.

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