
Alexander Zverev ist erstmals die Nummer 1 der Welt. © APA / HELMUT FOHRINGER
In Wien: Zverev stößt Sinner vom Tennis-Thron
Alexander Zverev hat am Donnerstagabend in Wien Tennis-Geschichte geschrieben.
29. Oktober 2026
Von: dl
Der 29-jährige Deutsche kürte sich beim ATP-500-Turnier mit einem 6:4,7:5-Erfolg über den Niederländer Tallon Griekspoor dank des Viertelfinaleinzugs zur neuen Nummer 1. Zverev wird am Montag als 30. Spieler der ATP-Historie die Weltrangliste anführen. Als zweiter Deutscher nach Boris Becker vor 35 Jahren. Becker war damals für zwölf Wochen ganz oben, Zverev wird die Position länger innehaben.
Denn während der verletzte Jannik Sinner weiter an Punkten verlieren wird, hat Zverev sowohl kommende Woche beim ATP-1000-Turnier in Paris als auch dann bei den ATP Finals (der ungeschlagene Sieger erhält dort 1.500 Zähler, Anm.) noch gute Chancen, seine Punkte-Konto stark zu erhöhen. In Paris hat er ein Halbfinale zu verteidigen, in Turin hatte er 2025 in der Vorrunde nur einen Sieg (200 Zähler) gefeiert.
Alexander Zverev ist der erste Deutsche seit Boris Becker, der an Nummer 1 gelistet ist. © APA / HELMUT FOHRINGER
Zverev hat dieses Jahr bei den French Open nicht nur sein lange ersehntes, erstes Major-Turnier gewonnen. Er erreichte in Wimbledon erstmals das Finale und holte dann in New York auch den US-Open-Titel. Und auch in Wien kann der Marsch weitergehen. Sein nächster Gegner im Viertelfinale am Freitag (nicht vor 17.30 Uhr) ist überraschend der Brite Arthur Fery, der den Italiener Lorenzo Musetti in der Marx-Halle 6:4,5:7,6:4 ausschaltete.
„Ein Traum, der wahr wird“
„Manchmal muss man auf die besten Dinge im Leben etwas warten“, sagte Zverev, als er es am Donnerstag um 20.20 Uhr endlich geschafft hatte.Zverev ist erst der 30. Tennisspieler, der die 1973 eingeführte ATP-Weltrangliste anführen wird.Alexander Zverev wurde in Wien gefeiert. © APA / HELMUT FOHRINGER
„Es ist ein Traum, der wahr wird“, hatte Zverev bereits vor gut zwei Wochen gesagt, als ihm die Position zum Abschluss des Jahres nicht mehr zu nehmen gewesen war. „Es stecken so viel Arbeit und Mühe darin, dieses Ziel zu erreichen.“ In Wien dankte er vor allem seinem Vater Alexander Senior und dem gesamten Team. „Ohne euch hätte ich das nicht geschafft.“
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