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Jannik Sinner prallt die Faust: Er hat die zweite Wimbledon-Runde erreicht. © ANSA / TOLGA AKMEN

In Wimbledon: Sinner bricht seinen Rasen-Fluch!

Jannik Sinner hat seinen ersten Rasen-Sieg auf ATP-Niveau gefeiert – und das ausgerechnet beim prestigeträchtigsten Tennis-Turnier der Welt.

Von:
David Lechthaler

Jannik Sinner und der Rasen-Belag: Es war dies bislang noch keine Liebesbeziehung. Doch spätestens am Montagabend hat der 20-Jährige etwaige Zweifel, ob er auch auf diesem Belag in Zukunft für Furore sorgen kann, beiseite gelegt. Sinner besiegte zum Wimbledon-Auftakt den dreifachen Grand-Slam-Sieger Stan Wawrinka in vier Sätzen mit 7:5, 4:6, 6:3 und 6:2.


Sinner und Wawrinka duellierten sich lange Zeit auf Augenhöhe. Der zuletzt verletzungsgeplagte Schweizer ließ immer mal wieder aufblitzen, warum er einmal die Nummer 3 der Welt war. Doch Sinner brachte beispielsweise deutlich mehr erste Aufschläge ins Feld. Der Südtiroler hat sich beim Service generell verbessert. Dies hat er heuer bereits öfters bewiesen – auch, wenn die Anzahl seiner Asse noch nicht extrem hoch ist. Im ersten Durchgang nutzte Sinner seinen zweiten Satzball, um nach 55 Minuten den Satz zuzumachen.

Wawrinka kämpft, Sinner bärenstark
Zu Beginn des zweiten Durchgangs schien Sinner voll auf Kurs zu sein. Wawrinka lag bei eigenem Aufschlag mit 0:1 und 0:40 in Rückstand. Doch der 37-Jährige zeigte vollen Einsatz und verhinderte das Break. In der Folge nahm er Sinner den Service ab und ließ sich den zweiten Satz nicht mehr nehmen.

Davon ließ sich Sinner aber nicht aus dem Konzept bringen. Im dritten Satz packte der Sextner im Süden Londons seine ganze Klasse aus und zeigte einige starke Schläge. Sinner wirkte extrem athletisch und leichtfüßig. Mit seinen schnellen Beinen deckte er in der Defensive nahezu das ganze Feld ab. Schlussendlich war der dritte Satz dann eine klare Angelegenheit.

Sinner nahm sein gewonnenes Selbstvertrauen in den vierten Durchgang mit. Gleich zu Beginn nahm er Wawrinka das Break ab. Anschließend ließ sich die Nummer 13 der Welt die Butter nicht mehr vom Brot nehmen und beendete nach 2:42 Stunden und seinem ersten Matchball die Partie. In der zweiten Runde trifft Sinner am Mittwoch auf den Sieger der Partie zwischen dem Deutschen Daniel Altmaier (ATP 61) und dem Schweden Mikael Ymer (ATP 88). Ymer lag am Montagabend mit 2:0-Sätzen in Führung, ehe die Partie wegen der angebrochenen Dunkelheit in Wimbledon abgebrochen werden musste. Am Dienstag wird sie fertig gespielt.

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