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Jannik Sinner ist in Rom ein gefragter Mann. © ANSA / FABIO FRUSTACI

Jannik Sinner: „Bin mir selbst immer treu geblieben“

Am Dienstagabend ist es soweit: Dann beginnt auch für Jannik Sinner das Masters-1000-Turnier in Rom. Vor dem Auftakt hat er einige interessante Aussagen getätigt.

Auch weil Lokalmatador Matteo Berrettini (ATP 8) verletzungsbedingt fehlt, sind in Rom alle Augen auf Jannik Sinner (ATP 13) gerichtet. Er ist der große Hoffnungsträger der Azzurri bei den „Internazionali d’Italia“, die zu den populärsten Tennis-Turnieren der Welt zählen. Am Dienstagabend (ab 20.30 Uhr) trifft der 20-Jährige in der ersten Runde auf Pedro Martinez (ATP 44). Der spanische Sandplatzspezialist ist für den Südtiroler ein Unbekannter, denn die beiden haben bisher noch nie gegeneinander gespielt.


Vor dem Auftakt ließ Sinner in der neuesten Ausgabe der Serie „Players Voice“ bei den Kollegen von Eurosport tief blicken. Dem Südtiroler sei beispielsweise seine Weltranglistenplatzierung weniger wichtig. „Am liebsten setze ich mir stattdessen Ziele im weiteren Sinne. Zum Beispiel würde ich gerne sehen, wie ich körperlich wachse, weil ich weiß, dass ich in dieser Hinsicht noch viel Spielraum habe. Außerdem möchte ich mich mental weiterentwickeln, denn im Alter von 20 Jahren kann man in dieser Hinsicht noch nicht voll ausgereift sein“, erklärte Sinner.

„Die Anerkennung und das Leben außerhalb des Platzes sind anders, aber ich bin immer noch derselbe Typ.“ Jannik Sinner

Sein Vorbild sei Roger Federer, „weil er alles kann und Lösungen für alles hat, was ihm auf dem Platz begegnet“. Auch zu seinem kometenhaften Aufstieg in den letzten beiden Jahren bezog Sinner Stellung: „Ich glaube, dass ich trotz der zahlreichen Veränderungen, die es in meiner Karriere gab, das Gefühl habe, derselbe Mensch zu sein wie vor zwei Jahren. Die Anerkennung und das Leben außerhalb des Platzes sind offensichtlich anders, aber ich habe mich nicht verändert, sondern bin derselbe Typ, der ich immer war. Ich weiß, woher ich komme und ich weiß, wer ich bin. Ich weiß, wer meine Familie ist, wer meine Eltern sind. Ich habe immer getan, was ich wollte, und bin mir selbst treu geblieben.“
Umgang mit Social Media
Aber nicht nur sein Standing in der Gesellschaft hat sich geändert, sondern auch andere Dinge: „Was sich geändert hat, ist mein Telefonbuch. Ich bekomme viele Nachrichten zu verschiedenen Dingen, weshalb ich gelernt habe, dass es unmöglich ist, mit allem Schritt zu halten. Es geht dadurch einfach zu viel Energie verloren. Das Gleiche gilt für die Sozialen Medien, die ich ein wenig einzuschränken versuche. Natürlich sind diese wichtig, da sie ein wesentlicher Bestandteil des Lebens als Sportler sind. Dennoch kostet zu viel Zeit auf Social Media gerade im mentalen Bereich wertvolle Energie und im Tennis ist mentale Stärke alles.“

Jannik Sinner als Comic-Figur.


Wie groß der Sinner-Hype in Italien ist, zeigt auch folgendes Beispiel: Am Montag wurde der Sextner in Rom als Comic-Held präsentiert. Die Firma Panini, weltbekannt wegen ihrer Sammelalben im Fußball, hat ein illustriertes Handbuch mit dem Titel „Piccoli grandi campioni“ auf den Markt gebracht, dessen Protagonist Jannik Sinner ist. Darin erteilt der Südtiroler Ratschläge zum Thema Tennis und erzählt Anekdoten für Kinder. Sinner macht darin klar, „dass das wichtigste, der eigene Spaß an der Sache ist, die man gerade macht.“ Autor des Buches ist Diego Cajelli.

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