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Tennis-Star Jannik Sinner gab in einem Interview einen emotionalen Einblick. © Jannik Sinner / Instagram

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Tennis-Star Jannik Sinner gab in einem Interview einen emotionalen Einblick. © Jannik Sinner / Instagram

Jannik Sinner: „Da haben Papa und ich geweint“

In einem seltenen exklusiven Interview hat Jannik Sinner tiefe Einblicke gegeben – und von einem emotionalen Moment mit seinem Papa Hanspeter gesprochen.

Thomas Debelyak

Von:
Thomas Debelyak

Exklusive Storys mit Jannik Sinner sind eine wahre Rarität. Der Sextner Weltranglistenerste macht kein Geheimnis daraus, dass er kein Freund von Interviews ist. Wenn der 25-Jährige dann aber mal für ein solches Gespräch zusagt, dann gibt er immer interessante Einblicke. Wie nun mit der renommierten italienischen Tageszeitung La Repubblica.


Sinner wurde in den letzten Wochen von einer Journalistin begleitet, so erstreckt sich das Interview über den Zeitraum „August bis Oktober“, wie La Repubblica schreibt. Am Dienstag erschien der Artikel, und dabei ließ Sinner tief blicken. Vor allem bei einer Frage wurde es emotional.

Der Tag, den Sinner aus seinem Leben löschen möchte

„Wenn du einen Tag aus deinem Leben streichen könntest, welcher wäre das?“, wurde Sinner von der Journalistin gefragt. Der Südtiroler betonte sofort, dass ein solcher Tag nichts mit dem Sport zu tun habe. „Es wäre kein sportlicher Moment, also weder die Finalniederlage in Paris gegen Carlos Alcaraz 2025, noch die Halbfinalpleite gegen Novak Djokovic bei den Australian Open in diesem Jahr“, so Sinner.
„Ein Band ist zerrissen.“ Jannik Sinner

Dann erklärt der beste Tennisspieler der Welt: „Ich würde gerne das auslöschen, was ich an dem Tag empfunden habe, an dem ich von zu Hause weggegangen bin. Den Schmerz, als ich mich mit 13 Jahren in Mailand von meinem Vater verabschiedet habe, weil sich unsere Wege trennten und ein Band zerriss. Wir verabschiedeten uns, ich weinte wegen dieses Abschieds, und auch Papa weinte. Auf diesen Tag könnte ich gut verzichten. Es war ein viel zu starkes Gefühl.“

Sinners trauriger Abschied

Ein emotionaler Einblick von Sinner zu einer Zeit, die ihn prägen sollte. Mit 13 Jahren ließ der Sextner nämlich seine Heimat hinter sich und übersiedelte nach Bordighera, um auf seine Tenniskarriere hinzuarbeiten. Für Sinner war das besonders hart, zumal er ein Familienmensch durch und durch ist. Doch der Puschtra Bub überwand auch diese schmerzhafte Erfahrung – und sollte zum besten Tennisspieler der Welt werden.

Jannik Sinner und sein Papa Hanspeter verbindet ein enges Verhältnis. © AFP / MARCO BERTORELLO

Jannik Sinner und sein Papa Hanspeter verbindet ein enges Verhältnis. © AFP / MARCO BERTORELLO


Sinner sprach im Interview auch über Momente, die er gerne nochmal erleben würde. „Die Unbeschwertheit eines Wintersonntags, an dem ich mit meinen Freunden in den Dolomiten Ski fahre. Das Gefühl, einen schönen Tag zu verbringen, mit einer Gruppe von Jungs, die einfach Spaß hat“, so Sinner.

Spaß haben: Das ist das Stichwort, das auch auf Jannik Sinner bald wieder zutreffen wird. Am Montag hat der Pusterer angekündigt, dass er nach seiner Verletzungspause früher als gedacht zurückkehren wird. Südtirols Jahrtausendsportler schlägt beim Six Kings Slam vom 27. bis 30. Dezember auf.

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