
Die Niederlage von Jannik Sinner war in der Tennis-Szene das Gesprächsthema Nummer 1. © ANSA / MOHAMMED BADRA
Jannik Sinner: Die Konkurrenz ist baff – und muntert auf
Die Niederlage von Jannik Sinner in Roland Garros schlug am Donnerstag hohe Wellen – nicht nur medial, sondern auch bei den direkten Konkurrenten, die ihren Ohren kaum trauten.
29. Mai 2026
Von: leo
Was sich am Donnerstag auf dem Stade Philippe-Chatrier abspielte, wird in die Tennis-Geschichte eingehen. Viele bezeichnen die Niederlage von Jannik Sinner gegen Juan Manuel Cerundolo nach einem 6:3, 6:2, 5:1-Vorsprung als die größte Überraschung dieses Jahrhunderts. Schließlich hatte der Sextner in den letzten zwei Monaten fünf Masters-1000-Turniere in Serie gewonnen und war als überwältigender Favorit nach Paris gereist.
Auch bei den direkten Konkurrenten war die Verwunderung riesengroß. „Noch während ich gespielt habe, riefen mir die Fans zu: 'Dein Bruder hat gewonnen.' Es war nicht leicht, weil ich mich noch auf mein Match konzentrieren musste“, betonte Francisco Cerundolo nach seinem Zweitrundenmatch gegen Hugo Gaston. „Auch wenn Jannik Probleme hatte: Es ist sehr schwer, von 0:2 in den Sätzen zurückzukommen, deshalb bin ich sehr froh für Juan Manuel, weil ich weiß, wie viel Arbeit er reinsteckt.“
Sabalenka litt mit
Über eine ähnliche Erfahrung berichtete Frances Tiafoe, der die Nachricht ebenfalls von einem Fan erhielt. Martin Landaluce und Learner Tien wirkten hingegen völlig ungläubig, als sie beim Platzinterview darauf angesprochen wurden. Die Sinner-Niederlage – sie verbreitete sich auf dem Gelände des wichtigsten Tennisturniers der Welt wie ein Lauffeuer.Aryna Sabalenka sprach Sinner Mut zu. © APA/afp / ALAIN JOCARD
Aufmunternde Woche gab es hingegen von der Weltranglistenersten Aryna Sabalenka: „Er tat mir so leid. Ich feuere Jannik immer an. Es war wirklich schmerzhaft mitanzusehen, wie er sich so abmühte. Ich habe bis zum allerletzten Moment mitgefiebert und gehofft, dass er gewinnt“, so die Belarussin. „Ich hatte Angst, dass er das Match nicht zu Ende bringen würde. Es ist traurig für ihn, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass er noch stärker zurückkommen wird. Jetzt ist es Zeit für ihn, sich zu erholen und sich auf die Rasensaison vorzubereiten.“
Dass Sabalenka mit ihren Worten recht behalten könnte, zeigte das Vorjahr. Nach der extrem bitteren Niederlage im Finale gegen Carlos Alcaraz schlug Sinner mit dem ersten Titelgewinn in Wimbledon eindrucksvoll zurück. Das ist auch in diesem Jahr sein Ziel.
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