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Jannik Sinner musste sich gegen Kyle Edmund nur selten richtig lang machen. © APA/afp / MARTIN KEEP

Lehrstunde im Eiltempo: Sinner glänzt bei den Australian Open

Was für ein Start von Jannik Sinner in sein 13. Grand-Slam-Turnier! In Windeseile hat der Sextner in Melbourne die erste Hürde genommen und seinem Gegner dabei nicht den Hauch einer Chance gelassen.

Jannik Sinners Lernunterricht in Sachen Weltklasse-Tennis dauerte keine zwei Stunden, dann war Schluss für Kyle Edmund. Der Weltranglsiten-16. gewann souverän mit 6:4, 6:0, 6:2. Es ist der 1000. Sieg eines Tennisspielers aus Italiens bei einem Grand-Slam-Turnier und zugleich Sinners erstes dickes Ausrufezeichen in dieser noch jungen Saison.


Dass Sinner klarer Favorit sein würde, war im Vorhinein klar. Immerhin ist der Brite, der schon die Nummer 14 der Welt war und in Australien vor fünf Jahren im Halbfinale stand, nach unzähligen Verletzungen gerade erst dabei, sich von Position 583 wieder nach vorne zu arbeiten. Zuletzt musste er 20 Monate lang aussetzen. Da kam ihm der Südtiroler nun denkbar ungelegen. Sinner brauchte zwar etwas, um bei seiner Vorhand an der Feinabstimmung zu feilen. Doch spätestens nach einem Doppelfehler zum 4:6 im ersten Satz war es um Edmund geschehen.

Kyle Edmunds Auftritt in Melbourne war von kurzer Dauer. © APA/afp / MARTIN KEEP


Mit Beginn des zweiten Abschnitts wirbelte Sinner los. Er erhöhte von Ballwechsel zu Ballwechsel die Drehzahl, drosch die Vorhandbälle mit ungemeiner Präzision in die Winkel und war beim Aufschlag enorm sicher. Edmund beging gleichzeitig den fatalen Versuch, Sinners Tempo mitzugehen. Die Folge? Ihm ging die Puste aus, er war mental derart angeschlagen, dass er beim Service stark wackelte und nun selbst einfachste Bälle nicht verwertete.

Sinner landete so sage und schreibe elf Games in Folge. Erst beim Stand von 6:4, 6:0, 4:0 ließ er den 28-Jährigen von der Insel wieder mitspielen. Dieser verkürzte mit seinem zweiten Breakball auf 2:4, doch richtig spannend wurde es in der Folge nicht mehr. Es waren nur eine Stunde und 56 Minuten gespielt, als Sinner seinen sechsten Matchpoint verwertete.

Das Traum-Duell rückt näher

Somit nähert sich der 21 Jahre alte Pusterer einem möglichen Aufeinandertreffen mit Italiens zweitem Mega-Talent, den um ein Jahr jüngeren Toskaner Lorenzo Musetti. Während dieser noch zwei Hürden nehmen muss, gilt es für Sinner in der zweite Runde Tomas Etcheverry (ATP 79) aus dem Weg zu räumen, gegen den er bislang noch nie gespielt hat. Der 23-jährige Argentinier gewann sein Erstrundenmatch gegen den Franzosen Gregoire Barrere (ATP 83) mit 3:6, 6:3, 6:4 und 6:4. Das Zweitrundenduell zwischen Sinner und Etcheverry wird voraussichtlich am Mittwoch über die Bühne gehen

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