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Jannik Sinner schlägt aktuell bei den Australian Open auf. © ANSA / DIEGO FEDELE

Sinner nach dem Auftaktsieg: „Ich liebe es, hier zu spielen“

Jannik Sinner hat zum Auftakt der Australian Open einen krachenden Dreisatz-Sieg hingelegt. Danach stand der 21-jährige Südtiroler noch auf dem Platz Rede und Antwort.

Sinners Vorstellung beim 6:4, 6:0, 6:2 gegen den Briten Kyle Edmund beeindruckte die Zuschauer in der John Cain Arena, dem zweitgrößten Stadion in Melbourne. Sie quittierten seine Vorstellung mit Standing Ovations. Doch der Youngster verlor keinesfalls die Fassung, im Gegenteil.


Gewohnt ruhig und bescheiden stellte er sich den Fragen des Stadionsprechers. „Ich glaube, ich habe heute sehr solide gespielt“, eröffnete Sinner das Gespräch trocken. Er beendete das Erstrundenmatch nach weniger als zwei Stunden, allerdings benötigte er im letzten Game, dem längsten des gesamten Spiels, sechs Matchbälle, um den Erfolg einzutüten. „Ich hatte Schwierigkeiten, das Ding zu beenden, das stimmt. Aber ich denke, mein Level war heute sehr gut.“

Für den ersten Satzgewinn benötigte der Sextner noch 50 Minuten, danach allerdings entwickelte sich die Partie phasenweise zu einem Selbstläufer, in dem er mitunter elf Games am Stück landete. Er wehrte insgesamt fünf von sechs Breakbällen ab und ließ Edmund so nie wirklich ins Spiel kommen.

„Ich bin glücklich, wieder hier am Start sein zu dürfen.“ Jannik Sinner

„Ich mag den Belag, die Rahmenbedingungen“, sagte Sinner nach seinem ersten Einsatz auf den Hartplätzen in Melbourne. „Ehrlich gesagt, liebe ich es, in größeren Stadien zu spielen. Für mich ist es ein bisschen leichter, weil der Untergrund ein kleinwenig langsamer ist.“ Dass Sinner die Atmosphäre bei großen Turnieren pusht, ist nicht von der Hand zu weisen, ansonsten hätte er es nicht „bei allen Grand-Slam-Turnieren ins Viertelfinale geschafft. Das bedeutet offensichtlich, dass man gut mit den Umständen zurecht kommt“, schmunzelte Sinner in die Kamera und fügte hinzu: „Ich bin glücklich, wieder hier am Start sein zu dürfen.“

Kein Traumduell mit Musetti

Nun will Sinner seinen Auftritt in Melbourne längstmöglich genießen und idealerweise noch weiter vorstoßen als vergangenes Jahr, als im Viertelfinale Endstation war. Zunächst gilt es allerdings Tomas Etcheverry (ATP 79) aus dem Weg zu räumen, gegen den der Pusterer in seiner Karriere noch nie gespielt.

Tomas Etcheverry wartet als nächster Gegner auf Sinner. © APA/afp / PAUL CROCK


Der 23-jährige Argentinier gewann sein Erstrundenmatch gegen Gregoire Barrere (ATP 83) mit 3:6, 6:3, 6:4 und 6:4. Zu einem anschließenden Traumduell mit Italiens zweitem großen Talent, Lorenzo Musetti würde es für Sinner übrigens in der Folge nicht kommen. Dieser musste eine überraschende Fünf-Satz-Niederlage gegen Lloyd Harris (ATP 186) einstecken. Musetti unterlag mit 4:6, 1:6, 7:6, 6:2, 6:7.

Das Zweitrundenduell zwischen Sinner und Etcheverry wird voraussichtlich am Mittwoch über die Bühne gehen – wohl wieder in der von Sinner geliebten John Cain Arena.

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