
Tennis-Superstar Jannik Sinner steht in der dritten Runde von Wimbledon. © ANSA / NEIL HALL
Jannik Sinner ist noch nicht der Alte, aber weiter
Nach seinem wilden Auftaktsieg hat Jannik Sinner auch die Zweitrunden-Aufgabe in Wimbledon gemeistert. Dafür musste der Südtiroler am Mittwoch allerdings wieder schwitzen.
01. Juli 2026
Von: det
Jannik Sinner hat die Tennisfans in den vergangenen Monaten nicht nur verzaubert, sondern regelrecht aus den Socken gehauen. Er fegte über alles und jeden wie ein Orkan hinweg. Oder in anderen Worten: Im März, im April und auch Anfang Mai sah man einen Sinner, der Tennis von einem anderen Stern spielte. In Wimbledon bietet sich bisher ein anderes Bild.
In der ersten Runde am Montag musste Sinner gegen Miomir Kecmanovic nach einem 1:2-Rückstand über fünf Sätze gehen, und auch in der zweiten Runde hatte der Sextner gegen Nuno Borges (ATP 48) ordentlich zu kämpfen. Es spricht allerdings für die immense Klasse von Sinner, dass er das Match dennoch in drei Sätzen mit 7:6 (4), 7:6 (2), 6:4 gewonnen hat. Kurzum: Sinner ist nach der einmonatigen Pause noch nicht so dominant, fehlerfrei und kaltschnäuzig, wie man es von ihm gewohnt ist. Das Wichtigste ist aber: Die Siegesmaschinerie läuft.
Nuno Borges war ein unangenehmer Gegner für Sinner. © ANSA / NEIL HALL
Borges, der beste Tennisspieler Portugals, hatte vor dem Match prophezeit, dass er Sinner ärgern wolle. Und das gelang dem 29-Jährigen auch, vor allem, weil er phasenweise sein bestes Tennis auspackte. Im ersten Satz agierten beide Spieler bei eigenem Aufschlag nahezu makellos, und so musste der Tie-Break entscheiden, wo Sinner seine Klasse und Erfahrung ausspielte.
Sinner wehrt Satzball ab
Im zweiten Abschnitt kam das Kämpferherz dazu: Der Sextner rannte früh einem Break hinterher, musste beim Stand von 4:5 sogar einen Satzball abwehren, rettete sich jedoch in den Tie-Break und entschied diesen erneut für sich.Sinner steht in der dritten Runde. © ANSA / NEIL HALL
Im dritten Satz zog Sinner die Zügel erstmals deutlich an. Sein Gegner Borges, der als einer der wenigen Spieler in der Tennisgeschichte im Juli 2024 in Bastad ein Sandplatz-Finale gegen Rafael Nadal gewinnen konnte, musste dem hohen Tempo Tribut zollen. Auch ein frühes Break half dem Portugiesen nicht, vor allem, weil Sinner seinerseits zwei Breaks machte. Anschließend zog Sinner davon und verwandelte nach 2.34 Stunden den Matchball.
In der dritten Runde bekommt es Sinner am Freitag mit dem US-Amerikaner Jenson Brooksby zu tun. Gegen die Nummer 81 der Welt hat der Pusterer letztmals 2021 gespielt und damals im Halbfinale von Washington in zwei Sätzen gewonnen.
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