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Jannik Sinner ließ seinen Emotionen freien Lauf. © APA/getty / MATTHEW STOCKMAN

Jannik Sinner sorgt in Miami für die ganz große Show

Dieser Jannik Sinner ist nicht von dieser Welt: Der Sextner ist beim Masters-1000-Turnier in Miami in der Nacht auf Montag – nach einem wahren Kraftakt – ins Achtelfinale eingezogen.

Von:
David Lechthaler

Bereits am Freitagabend gegen Emil Ruusuvuori hatte Jannik Sinner 3 Matchbälle abgewehrt. Jetzt hat der 20-Jährige aber noch einen draufgesetzt: Sinner gewann das Marathon-Match gegen Pablo Carreno Busta (ATP 19) nach 3:12 Stunden Spielzeit mit 5:7, 7:5 und 7:5 – und das, nachdem er gleich 5 Matchbälle des Spaniers erfolgreich verteidigt hatte. In der Runde der letzten 16 am Dienstag trifft Sinner nun auf Nick Kyrgios (ATP 102). Nachdem Sinner sein Premierenmatch gegen das schlampige Tennis-Genie aus Australien vor zwei Wochen in Indian Wells noch wegen einer Grippe absagen musste, kommt es nun also zum ersten Aufeinandertreffen der beiden.


Dabei wird es spannend zu beobachten sein, wer das Publikum dieses Mal auf seine Seite ziehen wird. Denn Kyrgios zieht normalerweise aufgrund seines extravaganten Spielstiels die großen Massen an. Doch was Jannik Sinner ist Nacht auf Montag mit den Zuschauern veranstaltet hat, war auch unglaublich. Die Nummer 11 der Welt verwandelte das Hard Rock Stadium im US-Bundesstaat Florida in einen wahren Hexenkessel und zog die Menschen durch seinen Kampfgeist voll auf seine Seite.

Publikum feiert Sinner
Sinner hatte im ersten Durchgang eigentlich die Chance beim Stand von 5:4 zum Matchgewinn aufzuschlagen. Doch Modellathlet Carreno Busta machte ihm einen Strich durch die Rechnung, nahm Sinner zwei Mal den Aufschlag ab und entschied den ersten Satz mit 7:5 für sich. Auch im zweiten Durchgang musste Sinner unglaublich kämpfen – auch, weil der 30-jähirge Iberer stark servierte. Nachdem der Pusterer einen Matchball abwehren konnte, gewann er den zweiten Satz mit 7:5.

Pablo Carreno Busta vergab 5 Matchbälle. © APA/getty / MATTHEW STOCKMAN


Der abschließende Durchgang war dann richtig spektakulär und zog sich in die Länge. Das Publikum war vom Kampfgeist Sinners angetan. Beim Stand von 4:5 wehrte der Südtiroler noch einmal 4 Matchbälle ab. Danach ließ er seinen Emotionen freien Lauf. Solche Jubelschreie war man vor einiger Zeit von Sinner noch nicht gewohnt, sie machten das Match aber noch unterhaltsamer. Anschließend machte Sinner das Break zum 6:5 und servierte dann erfolgreich zum Matchgewinn. Die Zuschauer auf dem Butch Bucholz Court waren aus dem Häuschen. Sinner konnte sich – völlig zu Recht – feiern lassen.

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