
Jannik Sinner greift in Riad nach dem Titel. © APA/afp / FAYEZ NURELDINE
Jetzt geht's um 6 Millionen: Sinner lässt Djokovic abblitzen
Jannik Sinner hat beim Six Kings Slam in Riad (Saudi-Arabien) das Finale erreicht. Am Donnerstagabend setzte sich der Weltranglistenzweite aus Südtirol souverän gegen Novak Djokovic durch.
16. Oktober 2025
Von: nie
Als der Return von Novak Djokovic beim Matchball fernab der Seitenlinie aufkam, huschte Jannik Sinner ein Lächeln über die Lippen. Soeben hatte der Pusterer den Finaleinzug beim Six Kings Slam perfekt gemacht und dabei niemand geringeren als den Rekord-Grand-Slam-Champion mit 6:4, 6:2 aus dem Weg geräumt. Nach gerade einmal 1:03 Stunden machte Sinner den Sack zu und bestätigte damit auch die Neuauflage des Endspiels von 2024: Am Samstag trifft der 24-jährige Titelverteidiger auf seinen spanischen Dauerrivalen Carlos Alcaraz, der sich kurz zuvor bereits gegen den US-Amerikaner Taylor Fritz locker behauptet hatte ( 6:4, 6:2).
Zum dritten Mal standen sich Sinner und Djokovic in dieser Saison auf dem Court gegenüber, dabei ging es stets um ein Finalticket. Wie bereits bei den French Open (6:4, 7:5, 7:6) und in Wimbledon (6:3, 6:3 6:4) ging die Partie jedoch nur in eine Richtung – und zwar in die von Sinner. Der zweimalige Australian-Open-Champion setzte früh im Match das erste Ausrufezeichen und erspielte sich das Break zum 2:1. In der Folge bestimmte er den Takt und zeigte sich vor allem in den Grundlinien-Rallyes gnadenlos. Djokovic musste immer wieder tief in die Trickkiste greifen, um mit Sinner mithalten zu können.
Sinner beim Aufschlag eine Macht
Auch bei eigenem Aufschlag war gegen Sinner an diesem Abend kein Kraut gewachsen. Insgesamt ließ er dabei nur acht Punkte gegen sich zu, einzig im zweiten Satz sah er sich zwei Breakbällen gegenüber. „Es tut mir leid, dass ihr heute kein längeres Match sehen konntet. Es ist seine Schuld und nicht meine“, scherzte Djokovic anschließend mit Verweis auf Sinner. „Es hat sich angefühlt, als müsste ich einem Zug nachlaufen. Er hat Bälle aus allen Winkeln geschlagen. Ich habe versucht mitzuhalten, aber er war einfach zu gut. Viel Glück im Finale!“Novak Djokovic hatte gegen Jannik Sinner keine Chance. © APA/afp / FAYEZ NURELDINE
Dort trifft er nicht nur zum wiederholten Male auf Alcaraz in dieser Saison – vielmehr geht es auch um ein sattes Preisgeld. Der Gewinner des Exhibitions-Turniers erhält für maximal drei Matches sechs Millionen US-Dollar und damit mehr Geld als bei einem Triumph bei einem der vier Grand-Slam-Turniere. Das Endspiel steigt am Samstag um 18.00 Uhr, übertragen wird das Duell übrigens von der Streamingplattform Netflix.
Sinner verblüfft sich selbst
Auch wenn die Verhältnisse auf dem Platz stets klar erschienen, hatte Sinner stets die Comeback-Qualitäten seines Gegners im Kopf, wie er nach seinem Triumph im Interview verriet. „Wenn man gegen die besten Spieler der Welt spielt, ist die Aura auf der anderen Hälfte des Feldes eine ganz andere – ein Match kann also sehr schnell auf den Kopf gestellt werden“, merkte er an. „Gelingt ihm das Break im zweiten Satz, kann im Grunde alles passieren.“Jannik Sinner hat sich in Riad selbst verblüfft. © APA/afp / FAYEZ NURELDINE
Immerhin sei Djokovic selbst im Alter von 38 Jahren zu allem möglich – gegen eine Trumpfkarte von Sinner war aber selbst die serbische Lichtgestalt machtlos. „Ich habe heute ziemlich gut aufgeschlagen. Tatsächlich kann ich mich gar nicht an das letzte Mal erinnern, dass mir das so gelungen ist.“
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