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Jannik Sinner steht in Sofia im Achtelfinale. © APA / HELMUT FOHRINGER

Jetzt ist Jannik Sinner der bessere

Wenn es noch eines Beweises für Jannik Sinners unglaublichen Aufstieg im Jahr 2020 bedurfte, dann hat er ihn an diesem Dienstagnachmittag beim ATP-250-Turnier in Sofia geliefert. Er servierte Marton Fucsovics, gegen den er im Januar noch chancenlos war, in 2 Sätzen ab.

Im Januar standen sich Sinner und Fucsovics in der 2. Runde der Australian Open gegenüber. Bereits damals galt der Südtiroler als eines der größten Tennistalente weltweit, allerdings war er in Melbourne gegen den um 9 Jahre älteren Osteuropäer in allen 3 Sätzen nahezu chancenlos. Zwar hat sich auch Fucsovics seitdem im Ranking bis an Position 55 vorgeschoben, doch den Klassenunterschied machte dieses Mal Sinner (ATP 44) aus. Er gewann mit 6:2, 6:4 und beendete Fucsovics Turnierauftritt in der bulgarischen Hauptstadt nach einer Stunde und 38 Minuten Spielzeit.

Sinners 7-Spiele-Serie entscheidend
Sinner agierte im Erstrundenspiel gegen Ungarns besten Tennisspieler zwar beileibe nicht fehlerfrei, ließ sich von seinem unberechenbaren und äußerst unangenehmen Gegner – anders als im vergangenen Januar – aber nie den Schneid abkaufen. Der Sextner profitierte dabei auch von teils unerklärlichen Fehlern seines Gegenüber, der ihm allein im 1. Satz nicht weniger als 13 Breakbälle gewährte. Da Sinner davon nur deren 3 verwerten konnte, blieb es aber lange spannend.

Erst nachdem er die Zügel deutlich anzog und 7 Games in Folge landete, war der 1. Satz entschieden und der 2. zugunsten des Südtirolers eröffnet. Anstatt dann aber auf 5:2 davonzuziehen, ließ er sich den Service abnehmen und Fucsovics wenig später zum 4:4 ausgleichen. Jetzt musste Sinner sein bestes Tennis zeigen – und das tat er. Mit teils spektakulären Punkten sorgte er für die schlussendlich klare Entscheidung.
Jetzt wartet ein Nobody aus der Schweiz
Im Achtelfinale trifft Sinner am Mittwoch auf den Schweizer Überraschungsmann Marc-Andrea Hüsler (ATP 149), der als Lucky Loser ins Hauptfeld gerutscht ist und dort auf Anhieb den an Nummer 7 gesetzten Georgier Nikoloz Basilashvili aus dem Bewerb gekegelt hat. Beide standen sich bislang noch nie gegenüber. Sollte Sinner das Premierenduell mit dem 24-jährigen Zürcher für sich entscheiden, könnte es im Viertelfinale zur Neuauflage des Next-Gen-Endspiels gegen Alex de Minaur (ATP 25) kommen.

Autor: fop

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