
Kei Nishikori hört auf. © GETTY IMAGES NORTH AMERICA / MATTHEW STOCKMAN
Kei Nishikori: Japans Tennis-Legende tritt zurück
Nach Stan Wawrinka und Gael Monfils verlässt am Ende dieser Saison ein weiterer großer Name die Tennisbühne: Kei Nishikori, der seinen Abschied am Donnerstag in den sozialen Medien mitteilte.
01. Mai 2026
Von: leo
In den 2010er-Jahren war Kei Nishikori nach den Großen 3 (Roger Federer, Rafael Nadal und Novak Djokovic) einer der besten Tennisspieler der Welt. Der heute 36-jährige Japaner erreichte das Finale der US Open 2014, war zwischenzeitlich die Nummer 4 der Welt und gewann in seiner Karriere zwölf Titel auf der ATP Tour. Verletzungen bremsten ihn jedoch immer wieder aus – und zwingen ihn nun auch zum Rücktritt.
„Ich habe beschlossen, mich am Ende dieser Saison zurückzuziehen“, schrieb Nishikori in seiner Abschiedsbotschaft. „Seit meiner Kindheit habe ich diesen Sport mit nur einem Traum im Herzen verfolgt: 'Ich möchte auf der Weltbühne antreten.' Die ATP Tour erreicht zu haben, auf höchstem Niveau zu spielen und mich in den Top 10 zu behaupten, darauf bin ich sehr stolz. Ob bei Sieg oder Niederlage – die besondere Atmosphäre, die ich in den vollbesetzten Arenen gespürt habe, ist unersetzlich. Es gab auch Zeiten, in denen mich Frustration und Angst überwältigten, weil Verletzungen mich daran hinderten, so zu spielen, wie ich es wollte.“
Viele Rückschläge
So wie in den letzten vier Jahren, als er insgesamt nur 40 Partien auf der ATP Tour bestritt. Aufgrund dessen verlor er 2023 sein Ranking. Nichtsdestotrotz gelang es ihm, sich in der letzten Saison die Top 60 der Weltrangliste zurückzukämpfen. Eine weitere Verletzung ließ ihn aber wieder auf Rang 464 zurückrutschen, den er zurzeit innehat.Kei Nishikori nach dem Finale bei den US Open 2014. © GETTY IMAGES NORTH AMERICA / MATTHEW STOCKMAN
„Trotz der Verletzungen haben mich meine Liebe zum Tennis und mein Glaube daran, dass ich ein stärkerer Spieler werden könnte, immer wieder auf den Platz zurückgebracht. Ich habe das Gefühl, dass all diese Erfahrungen mein Leben bereichert und geprägt haben. Ich bin meiner Familie und allen, die mich stets unterstützt haben, zutiefst dankbar“, erklärt der Japaner.
Abschließend sickert bei Nishikori auch etwas Wehmut durch: „Um ehrlich zu sein, würde ich mir immer noch wünschen, meine Karriere fortsetzen zu können. Dennoch kann ich, wenn ich auf alles bis zu diesem Zeitpunkt zurückblicke, stolz sagen, dass ich mein Bestes gegeben habe. Ich bin wirklich glücklich, diesen Weg gegangen zu sein. Ich werde jeden Moment der verbleibenden Matches schätzen und bis zum Schluss kämpfen.“
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