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Jannik Sinner scheidet im Halbfinale aus. © APA/getty / AL BELLO

Kein Finale: Ein junger Däne stoppt Sinners Sofia-Lauf

Der unglaubliche Erfolgslauf von Jannik Sinner in Sofia ist gestoppt. Im Halbfinale des dortigen ATP-250-Turniers musste sich der Titelverteidiger einem jungen Dänen geschlagen geben.

Von:
David Lechthaler

Jannik Sinner und Sofia: Das war bis dato eine wahre Liebesbeziehung. Der Sextner hatte eine Erfolgsbilanz von 11:0-Siegen vorzuweisen und holte in der bulgarischen Hauptstadt zwei seiner insgesamt sechs Turniersiege auf ATP-Niveau. Diese Serie endete jedoch am Samstag: Gegen den Weltranglisten-31. Holger Rune aus Dänemark verlor Sinner in drei Sätzen mit 7:5, 4:6 und 2:5. Das abschließende Aufschlagspiel im dritten Durchgang musste Rune gar nicht mehr bestreiten, weil Sinner wegen einer kurz zuvor zugezogenen Knöchelverletzung nichts mehr riskieren wollte und schließlich aufgab.


Der 19-jährige Rune, der zu den Top-Talenten im Tennis-Zirkus zählt, trifft nun im Finale auf den Schweizer Marc-Andrea Hüsler (ATP 95), der zuvor überraschenderweise den Italiener Lorenzo Musetti (ATP 30) nach zwei Durchgängen besiegt hatte. Nichts wurde es also mit dem Traum-Finale zwischen den beiden Youngsters aus Italien, Sinner und Musetti.

Holger Rune steht im Finale von Sofia. © APA/afp / CHRISTOPHE ARCHAMBAULT


Den ersten Satz entschied Sinner gegen Rune noch für sich. Er wirkte bei seinen Aufschlagspielen souveräner als der Däne, ein Break gelang ihm zunächst jedoch keines. Erst beim Stand von 6:5 schlug Sinner zu. Der 21-Jährige nahm seinem zwei Jahre jüngeren Kontrahenten, gegen den er zuvor noch nie gespielt hatte, das Aufschlagspiel ab und setzte sich mit 7:5 durch.

Der Umschwung in diesem Match kam dann im zweiten Durchgang beim Stand von 2:2. Sinner hatte ein Black-Out und machte bei eigenem Aufschlag gar keinen Punkt. Schließlich setzte sich der stark aufspielende Rune im zweiten Satz mit 6:4 durch.

Sinner verletzt sich am Knöchel

Im dritten Durchgang musste Sinner dann gleich sein erstes Aufschlagspiel abgeben. Beim Stand von 2:3 knickte der Südtiroler dann auch noch bei einem Ballwechsel unglücklich weg und verletzte sich am rechten Knöchel. Nach einem Medical Timeout konnte Sinner zunächst noch weiterspielen. Der angeschlagene Titelverteidiger konnte dem starken Rune aber nichts mehr entgegensetzen und musste dann nach 2:30 Stunden aufgeben.

Es bleibt zu hoffen, dass sich Sinner nicht ernsthaft verletzt hat. Schließlich muss der Pusterer in den nächsten Wochen wichtige Punkte sammeln, wenn er sich noch für die ATP-Finals in Turin (14. bis 21. November) qualifizieren will.

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