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Stan Wawrinka bestritt in Wimbledon sein letztes Grand-Slam-Turnier. © AFP / GLYN KIRK

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Stan Wawrinka bestritt in Wimbledon sein letztes Grand-Slam-Turnier. © AFP / GLYN KIRK

Keine Wildcard für Legende erzürnt die Tennisfans

Die US Open haben am Dienstag mit dem Mixed-Doppel-Turnier offiziell begonnen. Ein großer Name wird in diesem Jahr jedoch nicht in New York aufschlagen, obwohl er sich ein letztes Mal auf großer Bühne verabschieden wollte. Während die Tennisfans angesichts der fehlenden Wildcard vor Wut schäumen, reagiert er mit gewohnter Klasse.

Stan Wawrinka war in der Ära der „Großen 3“ neben Andy Murray einer der wenigen, die Roger Federer, Rafael Nadal und Novak Djokovic ernsthaft fordern konnten. Drei Grand-Slam-Titel sind der Beweis dafür. Der 41-jährige Schweizer ist inzwischen aus den Top 100 gerutscht und wird am Ende dieser Saison seinen Schläger an den Nagel hängen. In seinem letzten Jahr wollte sich Wawrinka noch einmal von allen großen Turnieren persönlich verabschieden – doch jetzt machen ihm die US Open einen Strich durch die Rechnung.


„Stan the man“ hat bei den Organisatoren zwar um eine Wildcard angesucht, diese jedoch nicht bekommen. Eine Erklärung gab der amerikanische Tennisverband USTA nicht ab. Sechs von den acht Hauptfeld-Plätzen gingen an US-amerikanische Profis, die restlichen zwei erhielten der Franzose Gael Monfils (auch er tritt nach dieser Saison zurück) und der Australier Alexei Popyrin. Grund dafür ist ein Abkommen zwischen den US Open, den French Open und den Australian Open, die sich diese Wildcards stets gegenseitig zuspielen.

Stan Wawrinka nach seinem Sieg bei den US Open 2016. © GETTY IMAGES NORTH AMERICA / MICHAEL HEIMAN

Stan Wawrinka nach seinem Sieg bei den US Open 2016. © GETTY IMAGES NORTH AMERICA / MICHAEL HEIMAN


Dass Wawrinka als früherer Champion auf seiner Abschiedstour ignoriert wurde, stößt vielen Fans und Beobachtern sauer auf – zumal er 2016 das Turnier in einem packenden Finale gegen Novak Djokovic gewann. Der Schweizer nimmt es hingegen mit Fassung.

Wawrinka erspart sich Polemiken

„Als ich zum ersten Mal von einem kleinen Bauerndorf in der Schweiz nach New York kam, fühlte sich alles zu groß an. Aber Jahr für Jahr wurde die Stadt zu einem meiner Lieblingsorte auf der Welt. Ich habe hier einige der größten Emotionen meiner Karriere erlebt. Erinnerungen, die für immer bleiben werden. Die US Open in jener Stadt zu gewinnen, die nie schläft, wird immer einer der schönsten Momente meines Lebens sein. Danke New York, danke US Open, danke an jeden Fan, der mich unterstützt, an mich geglaubt und all diese Gefühle über die Jahre mit mir geteilt hat. Für immer dankbar, für immer New York“, schrieb er am Dienstag ohne Polemik in den sozialen Medien.


Auch sein langjähriger Trainer, der Schwede Magnus Norman, meldete sich in den sozialen Medien zu Wort. „Wir haben zusammen daran gearbeitet, ein letztes Grand Slam mit 41 Jahren zu spielen. Es tut weh, aber danke für all die schönen Erinnerungen auf und abseits des Platzes in New York in den letzten 13 Jahren.“

Wawrinka wird sich jetzt auf die finale Phase der Saison vorbereiten und hoffen, dass er bei den letzten Turnieren noch einmal sein Können unter Beweis stellen kann. Der große Abschied von der Tennisbühne wird wohl beim ATP-500-Turnier in Basel erfolgen.

Schlagwörter: Tennis US Open Stan Wawrinka

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