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Bestritten das Männer-Finale: Tobias Kirchlechner und Johannes Köb.

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Bestritten das Männer-Finale: Tobias Kirchlechner und Johannes Köb.

Kirchlechner und Rizzolli krönen den Ferragosto-Marathon

Das „Torneo di Ferragosto“ für die dritte und vierte Kategorie in Deutschnofen ist mit Verspätung, dafür aber mit gleich mehreren besonderen Geschichten zu Ende gegangen. Nach einer zweitägigen Regenunterbrechung konnten die Finalspiele erst am Montag ausgetragen werden. Bei insgesamt 111 Teilnehmern holte Tobias Kirchlechner den Herrentitel, während Sara Rizzolli sogar zweimal jubeln durfte.

Eigentlich hätten die Sieger des „Torneo di Ferragosto 2026“ schon früher feststehen sollen. Doch das Wetter machte den Organisatoren einen Strich durch die Rechnung. Zwei Tage lang sorgte der Regen für eine Zwangspause und brachte den Spielplan gehörig durcheinander. Erst am Montag konnten schließlich die letzten Entscheidungen fallen.


Mit 90 Herren und 21 Damen war das traditionelle Turnier auch in diesem Jahr hervorragend besetzt. Und am Ende standen zwei Namen besonders im Mittelpunkt: Tobias Kirchlechner und Sara Rizzolli.

Kirchlechner meldet sich eindrucksvoll zurück

Bei den Herren setzte sich Tobias Kirchlechner vom TC Rungg durch. Dass ausgerechnet er am Ende den Siegerpokal in die Höhe stemmen würde, war vor Turnierbeginn keineswegs selbstverständlich. Der ehemalige 2.4-Spieler hatte seit einigen Jahren kein Turnier mehr bestritten. Studium, Universitätsstress und Praktika während der Sommermonate hatten den Tennissport zuletzt in den Hintergrund rücken lassen.

Von fehlender Matchpraxis war in Deutschnofen allerdings wenig zu sehen. Kirchlechner spielte sich souverän durch das Turnier und gab in seinen vier Begegnungen lediglich zehn Games ab.

Auch im Endspiel ließ er nichts anbrennen. Gegen Johannes Köb vom ASV Völs setzte sich Kirchlechner klar mit 6:2, 6:2 durch und vollendete damit ein bemerkenswertes Comeback auf der Turnierbühne.

Köb hatte es indes überhaupt erst in letzter Minute zum Finale geschafft und das diesmal nicht im sportlichen Sinne. Kurz vor der Partie gab sein Auto im Eggental den Geist auf. Der Völser benötigte kurzerhand eine Mitfahrgelegenheit, um rechtzeitig nach Deutschnofen zu gelangen.

Seinen Platz im Finale hatte Köb ohne Halbfinaleinsatz gebucht: Jacopo De Giuli konnte zu seiner Vorschlussrundenpartie nicht antreten.

Sieben Spiele und gleich zwei Titel

Die außergewöhnlichste Bilanz des Turniers lieferte allerdings Sara Rizzolli. Die Spielerin des ATC Montan absolvierte im Laufe des Turniers sieben Begegnungen und holte gleich zwei Titel. Rizzolli gewann sowohl den Damenbewerb als auch die „Conclusione“ der 4. Kategorie.

Damit schrieb ausgerechnet eine Spielerin eine der schönsten Geschichten des Turniers, die eine besondere Verbindung zu Deutschnofen hat. Rizzollis Mutter stammt aus dem Ort, sie selbst ist damit gewissermaßen „halbe Deutschnofnerin“.

Auch sportlich steckt hinter ihrem Erfolg eine besondere Geschichte. Rizzolli galt einst als großes Talent beim TC Rungg und trainierte dort gemeinsam mit Lara Pfeifer. Eine Verletzung bremste sie anschließend aus. Inzwischen hat sie die Freude am Tennis wiedergefunden und wie viel davon noch in ihr steckt, bewies sie in Deutschnofen eindrucksvoll.

Im großen Damenfinale gegen Ludovica Modena von ATA Battisti musste Rizzolli allerdings zunächst Schwerstarbeit verrichten. Im ersten Satz lag sie bereits 2:5 zurück. Dann tauchte ihre gute Freundin Lara Pfeifer auf der Anlage auf und die Partie kippte.

Rizzolli kämpfte sich zurück, gewann den ersten Durchgang noch mit 7:5 und entschied anschließend auch Satz zwei mit 6:4 für sich. Pfeifer fungierte während des Turniers auch als Coach ihrer Freundin. Im Siegerinterview

erzählte Rizzolli später von der besonderen Unterstützung. Nur wenige Stunden zuvor durfte Rizzolli schon jubeln. Im Finale der 4. Kategorie setzte sie sich gegen Lokalmatadorin Nadia Pfeifer klar mit 6:1, 6:1 durch.

Zwei Gastgeber verpassen den Turniersieg

Für den ASV Deutschnofen blieb der ganz große Heimerfolg damit aus. Gleich zwei Spieler des Gastgebers erreichten zwar ein Finale, mussten sich dort aber geschlagen geben.

Neben Nadia Pfeifer stand auch Jonas Pichler im Endspiel der 4. Kategorie. Dort erwies sich Wilhelm Hofer aus Sarntal als zu stark. Hofer setzte sich mit 6:1, 6:1 durch.

Die „Conclusione Categoria NC“ ging hingegen an Anton Pustovalov von Scuolatennis. Er musste gegen Nikolaus Santa aus Aldein über die volle Distanz und setzte sich nach verlorenem ersten Satz noch mit 4:6, 6:2, 10:5 durch.

Die Finalspiele im Überblick

Herren 3. Kat. Tobias Kirchlechner (TC Rungg) – Johannes Köb (ASV Völs) 6:2, 6:2

Damen 3. Kat. Sara Rizzolli (ATC Montan) – Ludovica Modena (ATA Battisti) 7:5, 6:4

Conclusione 4. Kategorie Herren Wilhelm Hofer (Sarntal) – Jonas Pichler (Deutschnofen) 6:1, 6:1

Conclusione 4. Kategorie Damen Sara Rizzolli (ATC Montan) – Nadia Pfeifer (Deutschnofen) 6:1, 6:1

Conclusione Categoria NC Anton Pustovalov (Scuolatennis) – Nikolaus Santa (Aldein) 4:6, 6:2, 10:5

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