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Karin Knapp

Knapp-Spaziergang endet in einem Krimi

Beim mit 250.000 Euro dotierten WTA-Turnier in Bad Gastein (Österreich) stand Karin Knapp am Dienstagnachmittag Lokalmatadorin Tamira Paszek gegenüber. Die 28 Jahre alte Luttacherin sah gegen die Vorarlbergerin schon wie die sichere Siegerin aus. Doch es wurde am Ende ein Krimi, der erst nach 2:32 Stunden Spielzeit 6:0, 6:7 (5), 7:6 (6) zu Gunsten von Karin Knapp ausging.

Knapp, die in Bad Gastein an Position drei gesetzt ist und bei diesem Turnier schon zwei Mal ins Halbfinale vorgestoßen war, legte im ersten Satz los wie die Feuerwehr. Binnen nicht einmal 20 Minuten entschied sie diesen ersten Spielabschnitt mit drei Breaks 6:0 für sich. Tamira Pazek, die Nummer 242 der Welt, kam mit dem aggressiven Spiel der 28-jährigen Luttacherin überhaupt nicht zurecht.

Ganz anders im zweiten Satz. Beim Stande von 2:2 konnte Paszek der Südtirolerin den Aufschlag abnehmen und erstmals in diesem Match selbst in Führung gehen. Doch das Break stachelte Knapp an. Denn postwendend glich die Nummer 43 der Welt mit einem Rebreak aus, um im Anschluss bei eigenem Aufschlag mit 4:3 in Führung zu gehen.


Zwei Matchbälle reichen Knapp nicht

Doch die 25-jährige Vorarlbergerin blieb dran und glich kurz darauf wieder aus. Knapp erhöhte danach auf 5:4. Die Pustererin hatte bei Aufschlag Paszek zwei Matchbälle, die ihre Gegnerin jedoch abwehren konnte und mit dem ersten Spielball selbst zum 5:5 ausglich. Dieser Punktgewinn dürfte Karin Knapp aus dem Konzept gebracht haben, denn sie musste anschließend ihr Service zum zweiten Mal im zweiten Spielabschnitt abgeben. Paszek konnte jetzt zum Satzgewinn aufschlagen. Knapp hatte aber wie schon beim ersten Break die passende Antwort parat, glich aus und somit ging es ins Tie-Break. Auch dort blieb es spannend, Knapp führte sogar 5:3, doch am Ende konnte Paszek nach 1:26 Stunden ausgleichen – zur Freude ihrer vielen Fans.


Knapp wehrt selbst drei Matchbälle ab


Die Paszek-Show ging im dritten Satz weiter. Denn die Tennisspielerin aus Dornbirn führte nach einem Break 2:0. Doch Knapp „zauberte“ irgendwie erneut das Rebreak herbei und glich danach aus. Nun servierten beide Kontrahentinnen sicher. Paszek ging wenig später mit 5:4 in Führung und hatte bei Aufschlag Knapp drei Matchbälle. Das Pusterer Kraftpaket konnte jedoch alle drei abwehren und glich in der Folge aus. Das Match, das als Spaziergang für Knapp begonnen hatte, war schon längst zum Krimi geworden.


Es bleibt ein Tanz auf Messers Schneide


Knapp hatte danach einen Breakball zum möglichen 6:5, doch Paszek behielt die Nerven, wehrte ihn ab und ging selbst in Führung. Danach – im 12. Game – glich die Südtirolerin wieder aus – die Entscheidung musste neuerlich im Tie-Break fallen. Wieder konnte sich zunächst keine der beiden Spielerinnen entscheidend absetzen. Nach zweieinhalb Stunden Spielzeit hatte Karin Knapp zwei weitere Matchbälle, doch Paszek wehrte beide ab. Der insgesamt fünfte Matchball für Karin Knapp entschied dieses kuriose Match, an das sich die Tennisfans in Bad Gastein wohl noch lange erinnern werden.

Im Achtelfinale trifft Karin Knapp am Mittwoch auf die Siegerin des Matches zwischen der Schwedin Johanna Larsson (WTA 46), die letzte Woche das Turnier in Bastad gewonnen hat und der Schweizerin Stefanie Voegele (WTA 112).

Autor: sportnews

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