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Nick Kyrgios hat Dreck am Stecken. © ANSA / JAMES ROSS / STF

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Nick Kyrgios hat Dreck am Stecken. © ANSA / JAMES ROSS / STF

Kokain: Sinners Chefkritiker hat’s erwischt

Nick Kyrgios gilt als Chefkritiker von Jannik Sinner und als Enfant terrible der Tennis-Szene. Nun hat sich um die ehemalige Nummer 13 der Welt aber ein Skandal ereignet.

Die International Tennis Integrity Agency (ITIA) hat Nick Kyrgios vorläufig im Rahmen des „Tennis Anti-Doping Programms“ suspendiert. Die Nachricht sorgt auch deshalb für Aufsehen, weil der Australier ausgerechnet während der damaligen Doping-Affäre um Sinner zu dessen schärfsten Kritikern gehört hatte. Der Südtiroler wurde deswegen im Vorjahr für drei Monate gesperrt. Kyrgios wurde damals nicht müde, Sinner verbal zu attackieren, und ließ keine Gelegenheit dafür aus.


Kyrgios, inzwischen 31 Jahre alt, hatte am 22. Juni während eines ATP-250-Turniers auf Mallorca (Spanien) eine Dopingprobe abgegeben. Knapp einen Monat später stellte ein von der WADA akkreditiertes Labor das Vorhandensein von Benzoylecgonin, einem Abbauprodukt von Kokain, fest. Die Substanz steht auf der WADA-Liste der verbotenen Substanzen und ist während des Wettkampfs verboten.

Nick Kyrgios wurde positiv auf Kokain getestet. © AFP / WILLIAM WEST

Nick Kyrgios wurde positiv auf Kokain getestet. © AFP / WILLIAM WEST


Daher wurde am 4. August 2026 die obligatorische vorläufige Suspendierung ausgesprochen. Kyrgios hat das Recht, dagegen Einspruch einzulegen, hat dies bislang jedoch offenbar noch nicht getan. Im Gegenteil: Der ehemalige Wimbledon-Finalist räumte den Vorfall in einem langen Beitrag auf Instagram ein und bezeichnete ihn als schweren Fehler.

Kyrgios gibt alles zu

„Ich wollte, dass ihr es zuerst von mir erfahrt. Vor Kurzem habe ich bei einer Dopingkontrolle auf Mallorca versagt und wurde positiv auf Kokain getestet. Ich habe einen riesigen Fehler gemacht und übernehme dafür die volle Verantwortung“, schrieb Kyrgios auf Instagram.

Kyrgios gab in einer Insta-Story alles zu.

Kyrgios gab in einer Insta-Story alles zu.


Weiter entschuldigte er sich bei seinen Fans, seiner Familie, seinen Sponsoren und allen Menschen in seinem Umfeld. Besonders wichtig sei ihm eine Entschuldigung bei den Kindern und Jugendlichen, die ihm folgen. Kyrgios erklärte außerdem: „Ich habe immer gesagt, dass nicht ich den Tennissport gewählt habe – der Tennissport hat mich gewählt.“
„Ich habe einen riesigen Fehler gemacht und übernehme dafür die volle Verantwortung“ Nick Kyrgios

Die vergangenen zwei Jahre seien durch Verletzungen geprägt gewesen und hätten ihn sowohl körperlich als auch mental enorm belastet. Sein Körper sei nicht mehr in der Lage gewesen, das zu leisten, was sein Kopf von ihm erwartete. Auch die Erkenntnis, dass er sich möglicherweise dem Ende seiner Karriere nähere, sei für ihn schwieriger gewesen als gedacht.

Er will sich zurückziehen

Etwas loszulassen, das sein gesamtes Leben bestimmt habe, sei eine der schwierigsten Erfahrungen gewesen, die er je durchmachen musste. Zeitweise habe er sich hilflos und allein gefühlt. Kyrgios sieht in dem Vorfall jedoch auch einen Weckruf. Für die kommenden 28 Tage wolle er sich aus den sozialen Medien und dem öffentlichen Leben zurückziehen und sich darauf konzentrieren, wieder auf die Beine zu kommen.

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