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Jannik Sinner musste sich einem starken Grigor Dimitrov geschlagen geben. © APA/afp / RICCARDO ANTIMIANI

Lauf gestoppt: Sinner unterliegt Dimitrov

Jannik Sinner ist beim ATP-1000-Turnier in Rom ausgeschieden. Der Sextner scheiterte im Achtelfinale an den Bulgaren Grigor Dimitrov (ATP 22).

Was Jannik Sinner am Freitagmorgen gegen Grigor Dimitrov zeigte, war ausgesprochen gut. Dennoch reichte es gegen den stark aufspielenden Bulgaren nicht zum Sieg. Nach einer schwachen Startphase fand die ehemalige Nummer 3 der Welt immer besser in den Rhythmus und bezwang Sinner in drei Sätzen – 4:6, 6:4, 6:4 lautete der Endstand.

Sinner mit Raketenstart
Das Match gegen den ATP-Finals-Sieger des Jahres 2017 hatte einen ähnlichen Charakter wie jenes gegen Stefanos Tsitsipas. Beide Akteure besitzen eine einhändige Rückhand, beide haben auf der Vorhand ihre Stärke – und beide sind äußert gute Netzspieler. Dass Sinner und sein Coach Riccardo Piatti das Erfolgsrezept gegen diesen Spielertypen gefunden haben, kam in der Partie gegen den Griechen zum Vorschein. Und auch am Freitag schien dieser Plan aufzugehen, ehe Dimitrov einen Gang hochschaltete und Sinner doch noch besiegte.

Gleich im ersten Game der Partie nahm der Südtiroler seinem Kontrahenten den Aufschlag ohne Punktverlust ab. Zwar hatte Dimitrov in der Folge die Möglichkeit, sich das Break zurückzuholen, doch Sinner blieb in den entscheidenden Momenten wie gewohnt eiskalt. Er behielt den Vorsprung dank einer guten Aufschlagquote und seinen gewohnt druckvollen Grundschlägen und gewann den ersten Satz nach 46 Minuten verdient mit 6:4.
Gleiches Bild in Durchgang 2
Der zweite Spielabschnitt begann wie der erste, nämlich mit einem Break zu Null zugunsten des Shootingstars. Allerdings gab Sinner seinen Aufschlag sofort wieder ab, eine ausgeglichene Partie mit Chancen auf beiden Seiten entwickelte sich. Letztlich gelang Dimitrov das entscheidende Break, als Sinner bei 4:5 aufschlug. Es ging in den alles entscheidenden dritten Satz.

Grigor Dimitrov gewann mit großer Mühe. © APA/afp / ANGELO CARCONI


In diesem waren die Kräfteverhältnisse zunächst klar verteilt: Während Sinner immer größere Probleme hatte, seinen Aufschlag zu halten, spielte der Weltranglisten-22. seinen Stiefel runter. Dimitrov zog uneinholbar auf 5:2 davon, doch der Sextner zeigte sein Kämpferherz und kam noch einmal auf 4:5 heran. Vergebens, denn im darauffolgenden Aufschlagspiel verwertete der Favorit nach knapp zweieinhalb Stunden Spielzeit seinen fünften Matchball, nachdem Sinner einen einfachen Smash ins Netz schlug.

Trotz der Niederlage kann der Südtiroler auf eine äußerst erfolgreiche Woche zurückblicken. In der Weltrangliste klettert er voraussichtlich auf Rang 73, darüber hinaus kann er sich mit 61.000 € trösten. Das Wichtigste ist aber, dass er sich ein gutes Gefühl für die am 27. September in Paris beginnenden French Open geholt hat.

Autor: leo

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