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Vorerst kein Sieg für Tagger in China. © APA/AFP/Archiv / DIMITAR DILKOFF

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Vorerst kein Sieg für Tagger in China. © APA/AFP/Archiv / DIMITAR DILKOFF

Lilli Tagger und Südtirol: Das Netzwerk hinter dem Mega-Talent

Lilli Tagger sorgt derzeit für Schlagzeilen im internationalen Tennissport. Die 18-jährige Österreicherin hat am Sonntag ihren ersten WTA-Titel eingefahren. Weniger bekannt ist jedoch, dass ihre Erfolgsgeschichte eng mit Südtirol verbunden ist.

Tatsächlich ziehen sich Südtirol und Südtiroler Persönlichkeiten wie ein roter Faden durch die Karriere von Lilli Tagger. Das Supertalent aus Osttirol hat am Sonntag das WTA-250-Turnier in Prag gewonnen und dringt damit in die Top 50 der Weltrangliste vor.


Als die Familie Tagger einst nach neuen sportlichen Perspektiven suchte, fiel der Blick von Lienz ins nahe Hochpustertal, genauer gesagt auf den Werdegang von Jannik Sinner. Die Recherche führte schließlich nach Bruneck, wo Heribert Mayr – einer der ersten Trainer des heutigen Weltranglistenersten – tätig war. Über ihn entstand der Kontakt zu Alex Vittur, dem langjährigen Manager von Jannik Sinner. Genau diese Verbindung sollte sich für Lilli Tagger als richtungsweisend erweisen.

Alex Vittur erkannte das Potenzial

Der aus dem Pustertal stammende Vittur übernahm früh eine wichtige Rolle in der Entwicklung der jungen Osttirolerin. Obwohl die Familie bereits kurz davorstand, einen Vertrag mit der renommierten Mouratoglou Academy in Frankreich zu unterschreiben, riet Vittur davon ab. Stattdessen empfahl er einen anderen Weg – einen persönlicheren und nachhaltigeren.

Er vermittelte Tagger zu Sinner-Förderer Max Sartori, der auch noch Trainer von Andreas Seppi war. Später war Vittur auch maßgeblich daran beteiligt, den Wechsel zur ehemaligen French-Open-Siegerin Francesca Schiavone einzufädeln, bei der Tagger heute trainiert.

Max Sartori wurde mehr als nur ein Trainer für Lilli Tagger.

Max Sartori wurde mehr als nur ein Trainer für Lilli Tagger.


Mit gerade einmal 13 Jahren begann Tagger regelmäßig in Vicenza zu trainieren. Da Sartoris Akademie über kein Internat verfügte, fand sich eine außergewöhnliche Lösung: Die junge Osttirolerin zog direkt bei der Familie ihres Trainers ein.

Schule in Bozen

Eine besondere Rolle spielte dabei Sartoris Mutter, die aus Südtirol stammt, Deutsch spricht und sich um die damals erst 13-jährige Tennisspielerin kümmerte. Ohne diese familiäre Unterstützung wäre der frühe Schritt nach Italien wohl kaum möglich gewesen.

Lilli Taggers einhändige Rückhand ist im Tenniszirkus schon jetzt gefürchtet. © AFP / DIMITAR DILKOFF

Lilli Taggers einhändige Rückhand ist im Tenniszirkus schon jetzt gefürchtet. © AFP / DIMITAR DILKOFF


Auch abseits des Tennisplatzes bleibt Südtirol ein wichtiger Bestandteil ihres Alltags. Tagger absolviert ihre schulische Ausbildung online über eine Schule in Bozen. Für Prüfungen reist sie regelmäßig nach Südtirol.

Mittlerweile lebt Tagger im Großraum Mailand und trainiert in der Akademie von Francesca Schiavone. Sie spricht fließend Italienisch und fühlt sich im italienischen Umfeld ausgesprochen wohl. Geblieben ist allerdings die enge Verbindung nach Südtirol – sowohl über ihren Manager Alex Vittur als auch über ihr schulisches Umfeld. Sie alle dürften bei Taggers rasantem Aufstieg gerade ganz genau hinschauen.

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