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Steht im Rampenlicht: Leylah Fernandez © ANSA / JUSTIN LANE

Macht des Ahornsirups: Kanadische Festspiele in New York

Beim 6:3, 3:6, 7:6 (7:5) gegen die an Nummer fünf gesetzte Elina Svitolina aus der Ukraine zeigte die seit Montag gerade erst 19 Jahre alte Leylah Fernandez am Dienstag (Ortszeit) in New York wieder spektakuläres Power-Tennis und ließ dem Dreisatzsieg gegen Angelique Kerber in der Runde zuvor die nächste Überraschung folgen.

Nach ihrem nächsten Tennis-Coup bei den US Open sank Fernandez erst einmal auf die Knie. Ungläubig schlug sie unter dem Jubel der Zuschauer im Arthur-Ashe-Stadium die Hände vors Gesicht und war schlichtweg überwältigt von der Tatsache, bei den US Open auf einmal im Halbfinale zu stehen.


Inspiriert vom bärenstarken Auftritt seiner Landsfrau schaffte ein paar Stunden später auch Felix Auger-Aliassime erstmals bei einem der vier Grand-Slam-Turniere den Sprung ins Halbfinale und versetzte die kanadischen Tennisfans damit endgültig in Ekstase. Der 21-Jährige profitierte im Viertelfinale von der verletzungsbedingten Aufgabe seines spanisches Gegners Carlos Alcaraz. Der 18-Jährige musste beim Stand von 3:6, 1:3 aus seiner Sicht wegen Beschwerden an der Leiste passen.

Überwältigend
„Ich hätte nie gedacht, dass so ein Tag einmal kommen würde“, sagte Auger-Aliassime, erster kanadischer Mann in einem Halbfinale von New York überhaupt. „Ein kleines Mädchen und ein kleiner Junge, beide aus Montréal, beide zum gleichen Zeitpunkt im Halbfinale der US Open – unglaublich“, sagte der Kanadier, der es nun mit dem an Nummer zwei gesetzten Russen Daniil Medvedev zu tun bekommt. Medvedev gewann gegen den niederländischen Qualifikanten Botic van de Zandschulp mit 6:3, 6:0, 4:6, 7:5.

Steht im Halbfinale: Felix Auger-Aliassime © APA/getty / Sarah Stier


Im Fokus stand aber Fernandez, vor den US Open nur Insidern wirklich ein Begriff. Doch nach ihren Siegen gegen Naomi Osaka, Kerber und nun Svitolina ist die Linkshänderin auf einmal der neue Star im Damen-Tableau. „Ich habe einfach versucht, immer weiter an mich zu glauben“, sagte die Kanadierin, jüngste Halbfinalistin bei den US Open seit der Russin Maria Sharapova vor 16 Jahren.
Sabalenka weiter
Im Kampf um den Finaleinzug bekommt es Fernandez jetzt mit der Mitfavoritin Aryna Sabalenka zu tun. Die 23-Jährige aus Belarus bezwang French-Open-Siegerin Barbora Krejcikova aus Tschechien klar mit 6:1, 6:4. Auch dann will Fernandez wieder unbekümmert auf den Platz gehen. Vor zwei Jahren gewann in Bianca Andreescu schon einmal eine Kanadierin in New York. Doch was ist das Erfolgsgeheimnis der Kanadier? Auf diese Frage reagierte Fernandez genauso schlagfertig wie zuvor auf dem Platz auf die Bälle von Svitolina. „Ich würde sagen, es ist der Ahornsirup.“

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