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Jannik Sinner spielte groß auf. © APA/afp / WILLIAM WEST

Machtdemonstration hievt Sinner in Runde 3

Die Amerikaner würden angesichts seiner ersten zwei Partien bei den Australian Open sagen, dass Jannik Sinner ein „man on a mission“ ist. Ok, Kyle Edmund und Tomas Martin Etcheverry sind keine Übergegner. Die Art und Weise, wie der Sextner die Aufgaben gemeistert hat, ist jedoch beeindruckend. Dem Argentinier erteilte er eine Lektion.

Sinners Match fand am Mittwoch – wie schon in der ersten Runde – in der John Cain Arena statt, die über 10 000 Fans Platz bietet und überdacht ist. Deshalb konnte das Duell zwischen dem Südtiroler und Tomas Martin Etcheverry pünktlich um 11 Uhr Ortszeit beginnen, obwohl es stark regnete. Dass mit geschlossenem Dach gespielt wurde, freute Sinner. Einerseits weil er sich in diesen Bedingungen pudelwohl fühlt, andererseits weil bei seinem argentinischen Kontrahenten genau das Gegenteil der Fall ist: Etcheverry hat in seiner Karriere erst ein einziges ATP-Turnier in der Halle bestritten und dabei nur ein Match gewonnen. Das merkte man dem Südamerikaner deutlich an: Er hatte schlichtweg nicht die Waffen, um das Spiel von Sinner auch nur ansatzweise zu entschärfen. Es wurde eine klare Sache, 6:3, 6:2, 6:2 hieß es am Ende.


Die Unterschiede zwischen den beiden Akteuren wurden schon früh ersichtlich. Während Sinner in den Ballwechseln versuchte, sich der Grundlinie anzunähern und das Tempo zu diktieren, wurde der 23-Jährige Etcheverry immer wieder auf die Reise geschickt. Der flinke Argentinier verteidigte bisweilen zwar gut, dauerhaft konnte diese Taktik jedoch nicht aufgehen. Nachdem er sich in den ersten Servicegames noch mit starken Aufschlägen verteidigt hatte, gelang Sinner im dritten Anlauf das Break – und das zu Null. Der Satzgewinn war eine Formalität.

Tomas Martin Etcheverry musste früh die weiße Fahne hissen. © APA/afp / WILLIAM WEST


Etcheverry, der erst im April des letzten Jahres in die Top-100 einzog, stellte im zweiten Satz um – wohl wissend, dass er mit dieser Passivität chancenlos ist. Besser gesagt, er versuchte umzustellen. Sinner ließ nämlich nicht zu, dass der Mann aus La Plata die Initiative ergriff. Mit dem Satzvorsprung im Rücken spielte der Weltranglisten-16. noch befreiter auf, verzückte die Zuschauer mit spektakulären Punktgewinnen und gestaltete so gut wie jeden Netzvorstoß erfolgreich. Kurzum: Sinner spielte perfektes Tennis. Und so stand es nach etwas mehr als einer Stunde bereits 6:3, 6:2.

Oft und erfolgreich am Netz

Was an diesem Tag beeindruckte, waren zwei Zahlen: Zum einen gewann der Sextner 88 Prozent der Punkte, wenn er den ersten Aufschlag ins Feld setzte. Folglich gewährte er Etcheverry keine einzige Breakchance. Zum anderen entschied Sinner 91 Prozent der Netzvorstöße für sich – eine Wahnsinnsbilanz. Der Argentinier konnte nichts anderes tun, als die Überlegenheit seines Gegenübers anzuerkennen und nach 1.44 Stunden Spielzeit diesem zum Sieg zu gratulieren. In der nächsten Runde am Freitag trifft Sinner nun entweder auf Lloyd Harris (ATP 186) oder Marton Fucsovics (ATP 78).

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