S+
Das Gruppenfoto mit allen Gewinnern und Gewinnerinnen in Kaltern.

T Tennis

Das Gruppenfoto mit allen Gewinnern und Gewinnerinnen in Kaltern.

Motta krönt sich in Kaltern: Rekordturnier endet mit Tennis-Marathon

281 Herren, 81 Damen, 17 Tage Tennis und am Ende jubeln Andrea Motta und Linda Mair: Die zweite Etappe der Mountain Tennis Trophy by Banca Generali in Kaltern entwickelte sich zum größten Tennisspektakel der Region. Trotz Wetterchaos, verschobenem Finaltag und über 500 Stunden Tennis setzten sich am Ende Erfahrung, Qualität und Nervenstärke durch.

Vor allem die erste Turnierwoche hatte es organisatorisch in sich. Wechselhafte Wetterbedingungen zwangen Schiedsrichter Ezio Bosin und Turnierdirektor Maurizio Borsa beinahe täglich zu Umplanungen. Der Finaltag musste schließlich sogar auf den Pfingstmontag verschoben werden. Trotz aller Herausforderungen brachten die Organisatoren das Mammutturnier souverän über die Bühne.


Sportlich blieben die ganz großen Überraschungen weitgehend aus. Die Nummer eins des Turniers, Nicola Rispoli, zog im Achtelfinale zurück, auch Horst Rieder musste im Viertelfinale aufgeben. Dadurch spielte sich Manuel Pavia vom SV Lana als einziger ungesetzter Spieler neben den Nummern zwei, drei und vier bis ins Halbfinale. Dort wartete allerdings Daniel Lechner vom TC Rungg. Der erst 18-jährige Linkshänder zeigte eine beeindruckende Leistung und dominierte vor allem zu Beginn der Partie. Pavia fand erst spät ins Match, die Hypothek des schwachen Starts war letztlich zu groß.

Im Finale traf Lechner schließlich auf Andrea Motta. Der 22-Jährige aus Turin, der in dieser Saison auch für den TC Kaltern in der Serie B2 spielt, musste im Halbfinale nicht antreten und konnte dadurch mit frischen Kräften ins Endspiel gehen. Im ersten Satz hielt Lechner lange dagegen, doch nach dem 7:5 für Motta war die Vorentscheidung gefallen. Im zweiten Durchgang spielte der Italiener deutlich freier auf und machte mit 6:2 den Turniersieg perfekt.

Linda Mair zeigt ihre Routine und gewinnt bei den Frauen

Auch bei den Damen wurde den Zuschauern hochklassiges Tennis geboten. Für die Überraschung des Turniers sorgte Finja Matuella im Halbfinale gegen ihre Trainingskollegin Lisa Peer vom TC Gherdeina.
Matuella spielte aggressiv, druckvoll und zwang Peer vor allem im ersten Satz immer wieder zu Fehlern. Auch im zweiten Durchgang sah lange alles nach einem klaren Sieg aus. Finja führte bereits 3:0 und hatte beim möglichen 4:0 großes Pech, als Peer bei einem scheinbar sicheren Winner irgendwie noch den Schläger an den Ball brachte und ein glücklicher Netzroller entstand.

Danach änderte Peer ihre Taktik komplett, nahm Tempo aus den Ballwechseln und spielte deutlich kürzere, langsamere Bälle. Matuella blieb zunächst zu hektisch, produzierte viele Fehler und ließ ihre Gegnerin wieder zurückkommen. Trotzdem kämpfte sich die junge Spielerin immer wieder nach vorne, führte mehrfach mit Break und hatte insgesamt acht Matchbälle. Doch entweder fehlte die Ruhe oder das nötige Glück.
Am Ende gewann Matuella den Tiebreak mit 7:5 und zog hochverdient ins Finale ein, auch wenn das Endergebnis den dramatischen Spielverlauf kaum widerspiegelte.

Dort wartete allerdings eine äußerst erfahrene Gegnerin: Linda Mair. Die heute 41-Jährige erreichte 2012 mit Rang 650 ihr bestes WTA-Ranking und hatte ihre Profikarriere im Frühjahr 2013 beendet. In Kaltern zeigte sie jedoch eindrucksvoll, dass sie noch immer über enorme Qualität verfügt.

Nach Siegen über die an Nummer zwei gesetzte College-Spielerin Sofia Selle vom TC Gherdeina und dem Nichtantreten von Lilli Marth im Halbfinale, die zeitgleich auf der Tennis Europe Junior Tour im Einsatz war, zog Mair ins Endspiel ein.

Im Finale spielte die routinierte Südtirolerin ihre gesamte Erfahrung aus. Matuella produzierte zu viele Eigenfehler und fand auch über den Aufschlag nie richtig in die Partie. Mair dagegen agierte ruhig, stabil und erstaunlich fit. Auch mit den schnellen Bällen der jungen Gegnerinnen hatte sie kaum Probleme.

Schlagwörter: Tennis Kaltern

Kommentare (0)

Bestätigen Sie den Aktivierungslink in unserer E-Mail, um Ihr Konto zu verifizieren und Kommentare zu schreiben. Aktivierungslink erneut senden
Vervollständigen sie Ihre Profil-Angaben, um Kommentare zu schreiben.
Profil bearbeiten

Sie müssen sich anmelden, um die Kommentarfunktion zu nutzen.

© 2026 First Avenue GmbH