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Jannik Sinner greift nach seinem fünften Titel. © ATP Tour

Mr. Nimmersatt hat noch Großes vor

Gerade mal 20 Jahre alt – und schon Weltranglisten-13.: Seine Grenze hat Jannik Sinner aber noch längst nicht erreicht, im Gegenteil: Das Beste muss erst noch kommen.

Nach seinem Einzug in das Finale des ATP-250-Turniers von Antwerpen erhielt Jannik Sinner die größte Anerkennung, die ein Sportler bekommen kann. Nicht etwa vom zahlreich erschienen Publikum, sondern von seinem Konkurrenten Lloyd Harris. Merklich beeindruckt von Sinners Qualität zuckte der 24-Jährige während des Matches mehrmals mit den Schultern, blickte hilflos zu seiner Box, um zu fragen: „Was soll ich gegen diesen überragenden Gegner anstellen?“ Eine Antwort bekam er nicht – und so blieb ihm nichts anderes übrig, als den Sextner nach der anderthalbstündigen Tennis-Lehrstunde mit Lob zu überschütten.


Dabei hatten sich die Fans – und wohl auch Harris selbst – in der Lotto Arena im Duell zweier formstarken Spieler ein ausgeglichenes Match erwartet. Sinner hatte was dagegen. „Ich liebe es, hier und generell in der Halle zu spielen, es herrscht eine fantastische Stimmung“, freute er sich. Harris spiele eine unglaubliche Saison und er wünsche dem Südafrikaner, dass er diese bestmöglich abschließen kann. „Die Verhältnisse sind hier ähnlich wie in Sofia, ich kann mich gut bewegen und bin mit meinem Level sehr zufrieden“, meinte der 20-Jährige.

Geschichtsschreiber
Durch sein fünftes Finale machte es Sinner Adriano Panatta gleich, der 1975 der letzte Akteur aus Italien war, der fünf Endspiele in einer Saison erreichte. Viel wichtiger als diese Statistik ist jedoch der Blick auf die Weltrangliste: Der Sextner wird am Montag mindestens als 12. im ATP-Computer geführt, wodurch er ein neues Best Ranking aufstellt. Und in der ATP-Race macht er ebenfalls Punkte gut. Aktuell beträgt der Rückstand auf den achtplatzierten Hubert Hurkacz 210 Punkte. Daran verschwendet er aber keine Gedanken, wie er auf der PK verriet: „Es ist ein langer Weg. Es gibt noch dieses Turnier und dann noch drei weitere. Ich muss in Wien und in Paris gut spielen, und es gibt andere unglaubliche Spieler, die versuchen, dorthin zu kommen.“

Diego Schwartzman ist Sinners Final-Gegner. © APA/afp / LAURIE DIEFFEMBACQ


Beim angesprochenen, hochkarätig besetzten ATP-500-Turnier in Wien, das am Montag beginnt, ist Sinner an Nummer 7 gesetzt und trifft zum Auftakt auf den US-amerikanischen Aufschlagriesen Reilly Opelka (ATP 25). Die beiden kennen sich sehr gut, haben sie doch im Sommer beim ATP-250-Turnier in Atlanta den Doppel-Titel gewonnen. Vorerst gilt die ganze Aufmerksamkeit aber dem Finale gegen Diego Schwartzman (ATP 14). Der 1.70 Meter kleine Argentinier hat im Halbfinale Jenson Brooksby (ATP 70) mit 6:4 und 6:0 deklassiert, steht in Antwerpen bereits zum dritten Mal im Finale und will nun endlich seinen ersten Titel.

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